Stadtwerke Herne beteiligen sich an gigantischem Batteriepark in Waltrop

Stadtwerke Herne (stwh)

In der direkten Nachbarschaft des Ruhrgebiets entsteht ein Meilenstein für die nationale Versorgungssicherheit: Mit einem feierlichen ersten Spatenstich hat der Stadtwerke-Verbund Trianel gemeinsam mit den Projektpartnern Luxcara und BKW den Bau des „Trianel Batterieparks Waltrop“ offiziell gestartet.

Es handelt sich dabei um eines der größten Batteriespeicherprojekte in ganz Deutschland. Die Stadtwerke Herne sind als Gesellschafter an Trianel beteiligt und treiben das energiepolitische Großvorhaben damit aktiv voran.

Die Dimensionen der Speicheranlage setzen neue Maßstäbe: Mit einer elektrischen Leistung von 900 Megawatt (MW) und einer Speicherkapazität von mindestens 1.800 Megawattstunden (MWh) fungiert der künftige Batteriepark als gewaltiger Puffer für das deutsche Übertragungsnetz. Ziel ist es, Überschussstrom aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen effizient zwischenzuspeichern, Netzschwankungen auszugleichen und die Ausfallrisiken im Netz zu minimieren.

Stärkung der regionalen Infrastruktur und Netzsicherheit

„Wir freuen uns, dass wir als an Trianel beteiligtes Stadtwerk ein so bedeutendes Projekt in unserer direkten Nachbarschaft unterstützen können. Der Batteriepark Waltrop zeigt beispielhaft, wie wir die Energiewende mit großen Speichern in die nächste Phase führen“, unterstreicht Ulrich Koch, Vorstand der Stadtwerke Herne.

Auch auf Landesebene stößt das Vorhaben auf höchste politische Unterstützung. NRW-Wirtschafts- und Energieministerin Mona Neubaur betonte zum Baubeginn die Signalwirkung für das Land: „In Waltrop wird sichtbar, wie die Energiewende weitergeht: Wind- und Sonnenstrom, der sonst verloren ginge, wird gespeichert und dann genutzt, wenn er gebraucht wird. Genau das macht unsere Stromversorgung sicherer – auch an Tagen ohne Wind und Sonne. NRW zeigt sich damit einmal mehr als Top-Standort für Zukunftstechnologien.“

Bauzeitplan bis zur Inbetriebnahme 2028

Nach dem offiziellen Baustart beginnen nun die vorbereitenden Tiefbau- und Erschließungsmaßnahmen auf dem Areal in Waltrop. Der logistisch anspruchsvolle Teil folgt im Sommer des kommenden Jahres: Ab Juli 2027 ist die Anlieferung und Montage der industriellen Großkomponenten – darunter das eigene Umspannwerk, die Großtransformatoren sowie die modularen Batteriespeichereinheiten – vorgesehen. Die vollständige Inbetriebnahme und Netzeinspeisung des Megaspeichers ist für das zweite Halbjahr 2028 avisiert.

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