400.000 Euro in die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung

LWL Museum für Archäologie

(c) Jenny Musall

Ein starkes finanzielles Signal für mehr Teilhabe am Arbeitsmarkt: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die örtlichen Träger haben im vergangenen Jahr 2025 über 68 Millionen Euro bereitgestellt, um Menschen mit Behinderung in Westfalen-Lippe im Berufsleben zu unterstützen. Auf die Stadt Herne entfiel dabei eine Fördersumme von rund 400.000 Euro, die gemeinsam durch das Inklusionsamt Arbeit des LWL mit knapp 320.000 Euro und den örtlichen Träger der Stadt Herne mit knapp 70.000 Euro aufgebracht wurde.

Den Löwenanteil der regionsweiten Mittel in Höhe von knapp 63,5 Millionen Euro trug der LWL, ergänzt durch knapp fünf Millionen Euro der jeweiligen örtlichen Träger. Das Geld speist sich überwiegend aus der gesetzlichen Ausgleichsabgabe. Diese Abgabe wird von Betrieben und Unternehmen erhoben, die trotz gesetzlicher Verpflichtung aufgrund ihrer Mitarbeiterzahl keine oder zu wenige Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen.

Arbeitslosigkeit auf Mehrjahreshoch trotz stabiler Beschäftigungszahlen

Aktuell stehen in Westfalen-Lippe fast 100.000 Menschen mit Schwerbehinderung in Beschäftigungsverhältnissen bei Betrieben, die einer gesetzlichen Beschäftigungspflicht unterliegen. Trotz dieses Niveaus sieht LWL-Sozialdezernent Takis Mehmet Ali die Lage auf dem Arbeitsmarkt mit Sorge: Mit mehr als 27.000 arbeitslosen schwerbehinderten Menschen verzeichnet die Region derzeit den höchsten Stand seit Jahren.

Angesichts dieser Entwicklung kündigte der Verband an, die Erträge aus der Ausgleichsabgabe auch künftig gezielt und konsequent dafür einzusetzen, neue Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung im ersten Arbeitsmarkt zu schaffen sowie bestehende Beschäftigungsverhältnisse langfristig und krisensicher zu erhalten.

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