Das LWL-Museum für Archäologie und Kultur bietet in den großen Ferien ein abwechslungsreiches Programm mit Mitmachaktionen, Handwerk und Spezialführungen.
In den Sommerferien verwandelt sich das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne in eine lebendige Werkstatt für Familien. Unter dem Motto, Geschichte und Handwerk hautnah erlebbar zu machen, lädt die Kultureinrichtung zu einer Reihe von kreativen Workshops und archäologischen Entdeckungsreisen ein. Das Spektrum der Veranstaltungen reicht vom traditionellen Schmieden über echte Ausgrabungssimulationen bis hin zu historischen Gestaltungsseminaren. Den feierlichen Abschluss der Ferienwochen bilden eine Schau-Schmiede sowie humorvolle Spezialführungen. Die Angebote bieten Jugendlichen und Erwachsenen die Gelegenheit, tief in die Vergangenheit Westfalens einzutauchen.
Schmuck aus Besteck: Löffel-Ringe und historische Glasperlen
Die kreative Workshop-Reihe startet am Samstag, 1. August, von 14 bis 16 Uhr mit dem Einsteigerseminar „Aus dem Löffel wird ein Ring“. Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene lernen hier unter fachkundiger Anleitung, wie ein einfacher Löffel durch Feilen und Biegen in ein nachhaltiges Schmuckunikat verwandelt wird. Am Samstag, 8. August, folgt von 13 to 17 Uhr der Kurs „Bunte Pracht – Glasperlen selbst gemacht“. In diesem Seminar wird die 3.500 Jahre alte Kunst des Glasperlenwickelns über der offenen Flamme des Bunsenbrenners vermittelt, sodass die Teilnehmenden am Ende eigene Unikate mit nach Hause nehmen können.
„Am Ende halten die Teilnehmenden ein eigenes handgemachtes und nachhaltiges Unikat in den Händen“, verspricht das Team des LWL-Museums mit Blick auf die handwerklichen Kreativseminare.
Forschergeist im Grabungscamp: Spurensuche für Kinder und Jugendliche
Für die jüngeren Entdecker öffnet am Sonntag, 2. August, das „Grabungscamp spezial“ auf einer 200 Quadratmeter großen, überdachten Landschaft seine Tore. Kinder ab 8 Jahren können um 13 Uhr und 15 Uhr mit Kelle und Pinsel selbst nach archäologischen Zeugnissen von der Steinzeit bis zur Neuzeit suchen. Ein weiteres Highlight für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren bietet der Workshoptag „Alte Knochen neu besprochen“ am Mittwoch, 26. August. Hier erforschen die Teilnehmenden frühere Bewohner Westfalens anhand echter Knochenfunde und lernen, wie sich Alter, Geschlecht und historische Krankheiten medizinisch bestimmen lassen.
Schau-Schmiede und Führungen mit echter „Ruhrpott-Schnauze“
Das Handwerk wird am Sonntag, 16.00. August, von 12 bis 17 Uhr bei einer „Schau-Schmiede“ für alle Museumsbesucher erlebbar. Kulturvermittler Timo Reichelt zeigt am Amboss live, wie aus Eisen und Stahl filigrane Klingen und Haken entstehen. Am Sonntag, 23. August, übernimmt er zudem die Rolle des originalen „Ruhrpott-Führers“. Mit viel Humor, Schmackes und regionalen „Dönnekes“ leitet er um 13 Uhr durch die Dauerausstellung und um 15 Uhr durch die aktuelle Sonderausstellung „Mahlzeit“, die das gemeinsame Essen seit Jahrtausenden als sozialen Klebstoff beleuchtet.
Wichtige Hinweise zu Anmeldung, Kosten und ausgebuchten Kursen
Während die regulären öffentlichen Führungen durch die Dauer- und Sonderausstellungen an den Feriensonntagen kostenlos sind und lediglich der Museumseintritt anfällt, gelten für die Spezial-Workshops gesonderte Tarife. Das Löffel-Seminar kostet 39 Euro, der Glasperlen-Kurs 45 Euro – Jugendliche unter 18 Jahren genießen im LWL-Museum generell freien Eintritt. Für den Knochen-Workshop am 26. August ist eine vorherige Anmeldung unter anmeldung@ist-bochum.de zwingend erforderlich. Schnelligkeit ist bei der Planung gefragt: Das Ferienprogramm „Ma(h)lzeit – Kunst geht durch den Magen“ in Kooperation mit der Jugendkunstschule ist bereits restlos ausgebucht.
