Mit einem Investitionsvolumen von rund 25 Millionen Euro beginnt die Stadt Herne Ende Juli 2026 mit der grundlegenden Neugestaltung der zentralen Infrastruktur rund um den Bahnhof.
Die städtebauliche Entwicklung im Herzen von Herne nimmt rasant an Fahrt auf. Um den zukünftigen Anforderungen an den Verkehrsraum gerecht zu werden, startet die Stadt Herne ein umfassendes Großvorhaben zur infrastrukturellen Ertüchtigung. Weil bereits zwei Wochen vor dem offiziellen Baustart die vorbereitenden Arbeiten zur Einrichtung der Baustelle beginnen, informierte die Stadtverwaltung bereits am Montag, 6. Juli 2026, gemeinsam mit den beteiligten Planungs- und Bauunternehmen über die anstehenden Einschränkungen. Die Maßnahmen sind strategisch notwendig: Bereits im kommenden Jahr nimmt die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) mit rund 5.000 Studierenden und Lehrenden ihren Betrieb auf. Zudem stehen die Erschließung des östlichen FunkenbergQuartiers sowie ab Ende des Jahrzehnts die Entwicklung des EschparkQuartiers an.
Ein Meilenstein für mehr Leistungsfähigkeit und Sicherheit
Das Infrastrukturprojekt umfasst ein Areal von rund 42.000 Quadratmetern im Bereich des Herner Bahnhofs, des Westrings, der Cranger Straße und der Funkenbergstraße. Ziel ist es, den Verkehrsraum für alle Teilnehmenden – ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Auto oder im ÖPNV – sicherer und nutzwertiger zu gestalten.
„Insofern ist das Großvorhaben Verkehrsentwicklung Herne-Mitte ein zentraler Baustein der Herner Stadtentwicklungsstrategie, weil mit ihm die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden, damit die übrigen Stadtentwicklungsprojekte gelingen können“, ordnet Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda die Maßnahme ein.
Für die baulich und kostentechnisch optimale Umsetzung wählte die Stadt ein besonderes Vergabeverfahren, den sogenannten „wettbewerblichen Dialog“. Dabei wurden die konkreten Lösungsvorschläge in gemeinsamen Phasen von der Stadt und dem ausführenden Bauunternehmen Eurovia Bau GmbH (Niederlassung Bottrop) erarbeitet. Die detaillierte Planung verantwortet das Ingenieurbüro Leinfelder aus Haan. Sofern keine witterungsbedingten Verzögerungen auftreten, ist die Fertigstellung des Gesamtprojekts für Ende 2028 avisiert.
Transparente Baustellenkommunikation und durchdachte Logistik
Da eine Baustelle dieser Größenordnung unweigerlich zu Belastungen führt, setzt das Tiefbauamt auf eine engmaschige Informationspolitik. Großereignisse wie die alljährliche Cranger Kirmes oder die anstehende Inbetriebnahme der HSPV wurden in der Ablaufplanung vollumfänglich berücksichtigt.
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Umfassender Service: Neben einer eigenen Projekt-Website werden wöchentliche Bürgersprechstunden direkt in einem Baucontainer vor Ort angeboten. Betroffene Anwohnende und Gewerbetreibende wurden zudem vorab in zwei Informationsveranstaltungen abgeholt.
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Erreichbarkeit gesichert: Alle angrenzenden Gebäude, Kitas und Senioreneinrichtungen bleiben für Rettungskräfte zu jeder Zeit erreichbar. Während der gesamten Bauzeit bleibt auf allen Straßen zudem immer mindestens eine Gehwegseite begehbar.
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Ausweichrouten geplant: Für den Fall, dass parallele Baumaßnahmen der Autobahn GmbH Umleitungen erfordern, wurden vorab großräumige Ausweichstrecken ausgearbeitet. Auch die reibungslose Funktion des Bahnhofs als zentraler ÖPNV-Knotenpunkt bleibt garantiert.
Das Großprojekt in Zahlen
Die Dimensionen der „Verkehrsentwicklung Herne-Mitte“ verdeutlichen den Umfang des Modernisierungsschubs:
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25.000.000 Euro Gesamtkosten (Fördermittel bei der Bezirksregierung sind beantragt)
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42.000 Quadratmeter Gesamtprojektfläche
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24.000 Quadratmeter Asphaltfläche und 14.000 Quadratmeter gepflasterte Gehwege
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4.000 Quadratmeter neue oder modernisierte Grünflächen
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2.750 Meter neu entstehende Radwege
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45 behindertengerechte Straßenquerungen und eine komplett erneuerte Straßenbeleuchtung
Drei Bauabschnitte bis 2028: Der Zeitplan
Das Vorhaben ist in drei große Bauabschnitte unterteilt. Der erste Bauabschnitt startet am Montag, 20. Juli 2026, mit dem Umbau der Funkenbergstraße. Im Anschluss folgen die Arbeiten an der Baumstraße sowie die finale Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes inklusive des dortigen Kreisverkehrs an der Bahnhofstraße. Diese Maßnahmen werden rechtzeitig vor dem Start des HSPV-Lehrbetriebs im kommenden Jahr abgeschlossen sein.
Die Bauabschnitte zwei und drei betreffen den Westring (von der Bismarckstraße bis zur Cranger Straße sowie weiter bis zur Unterführung) und die Cranger Straße (von der von-der-Heydt-Straße bis zum Westring). Die genauen Teilschritte für diese Bereiche werden im kommenden Jahr vor Baubeginn detailliert vorgestellt.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich auf der offiziellen Projekt-Website unter www.herne.de/vehm fortlaufend über den aktuellen Stand informieren und persönliche Ansprechpartner für ihre Anliegen finden.
