Ein tragisches Unglück hat am späten Mittwochabend zu einem massiven Rettungseinsatz geführt. Trotz des schnellen Eingreifens von Ersthelfern und eines Großaufgebots an Rettungskräften kam für einen Schwimmer jede Hilfe zu spät.

Ein schwerer Badeunfall am sogenannten „Herner Meer“ hat am späten Mittwochabend, 27. Mai 2026, ein tödliches Ende genommen. Ein junger Mann ging im Rhein-Herne-Kanal schwimmen, ging plötzlich unter und konnte weit über eine Stunde später von Spezialtauchern nur noch leblos geborgen werden. Über 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren an der großangelegten Suchaktion beteiligt.

Plötzlich unter Wasser: Ersthelfer reagieren geistesgegenwärtig

Nach offiziellen Angaben der Feuerwehr Herne ging der dramatische Notruf gegen 22:40 Uhr in der zentralen Leitstelle ein. Zeugen meldeten, dass ein junger Mann im Bereich des Herner Meeres zum Schwimmen in den Rhein-Herne-Kanal gestiegen und kurz darauf aus bislang ungeklärter Ursache plötzlich unter Wasser geraten war.

Begleiter und Passanten reagierten sofort und versuchten noch durch ein beherztes und mutiges Eingreifen, den Untergegangenen zu retten. Sie konnten jedoch nicht verhindern, dass der junge Mann in der Dunkelheit von der Wasseroberfläche verschwand und nicht mehr auftauchte.

Großaufgebot im Einsatz: Suche mit Hubschrauber, Booten und Drohnen

Aufgrund der zeitkritischen Meldung löste die Leitstelle umgehend einen Großalarm für die Wasserrettung aus. Neben beiden Wachen der Herner Berufsfeuerwehr eilten auch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr zum Kanalabschnitt. Da in solchen Fällen jede Sekunde zählt, wurden zudem die Sondereinheiten für Wasserrettung und die Drohnengruppe alarmiert sowie die spezialisierte Taucherstaffel der Feuerwehr Gelsenkirchen angefordert.

Die Koordination vor Ort gestaltete sich umfassend:

  • Auf dem Wasser: Einsatzkräfte suchten die betroffenen Abschnitte des Kanals akribisch mit mehreren Rettungsbooten ab.

  • Aus der Luft: Eine hochmoderne Wärmebild-Drohne der Feuerwehr sowie ein angeforderter Hubschrauber der Landespolizei suchten das Gewässer parallel aus der Luft ab.

  • Unter Wasser: Taucher der Feuerwehr Gelsenkirchen suchten im trüben Kanalwasser nach dem Vermissten.

Taucher bergen leblosen Körper – Notfallseelsorger betreuen Begleiter

Rund eineinhalb Stunden nach dem Start der intensiven Suchmaßnahmen machten die Taucher aus Gelsenkirchen schließlich die traurige Entdeckung und lokalisierten eine leblose Person unter Wasser. Mit Unterstützung eines Feuerwehrbootes wurde der Körper des jungen Mannes geborgen und an das Ufer gebracht. Der anwesende Notarzt konnte dort jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Die Begleiter des Verunglückten, die das traumatische Geschehen am Ufer hautnah miterleben mussten, standen unter schwerem Schock. Sie wurden noch während des Einsatzes von alarmierten Notfallseelsorgern betreut und psychosozial aufgefangen. Die Polizei hat die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen und der Ursache des Badeunfalls aufgenommen.