Ernstfall Unwetterlage trainiert

Feuerwehr

(c) Hendrik Klein

Feuerwehr Herne meistert dreitägige Stabsrahmenübung am IdF NRW

Extremwetter simuliert, Stabsarbeit vertieft: Führungskräfte der Herner Berufsfeuerwehr, die Sondereinheit Führungsunterstützung und die Bochumer Polizei haben am Institut der Feuerwehr NRW (IdF) in Münster ein komplexes Katastrophenszenario durchgespielt, um Abläufe für Großschadenslagen weiter zu optimieren.

Die fiktive Ausgangslage verlangte den Übenden von der ersten Minute an höchste Konzentration ab: Ein schweres Unwetter war in der Nacht über das Ruhrgebiet gezogen und hatte insbesondere Herne massiv getroffen. Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und überflutete Straßen führten dazu, dass die Berufsfeuerwehr sowie alle fünf Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz standen. Angesichts der unübersichtlichen Einsatzdichte ordnete der diensthabende A-Dienst die Aktivierung des Führungsstabes an – der Startschuss für eine dynamische, mehrstufige Lageeinweisung am landesweiten Ausbildungsinstitut in Münster.

Stabsraum der neuen Hauptwache detailgetreu nachgebildet

Drei Tage lang mussten die Führungskräfte flexibel auf ständig wechselnde Anforderungen, neue Notruflawinen und logistische Engpässe reagieren. Um das Training unter maximal realistischen Bedingungen zu absolvieren, nutzten die Verantwortlichen moderne Veranstaltungstechnik und modulare Trennwände. Dadurch gelang es, den Stabsraum der neuen Herner Hauptfeuer- und Rettungswache am Institut der Feuerwehr baulich und IT-technisch eins zu eins nachzustellen. Durch die vertraute Arbeitsumgebung ließen sich Kommunikationswege und Meldeketten praxisnah unter Realbedingungen proben.

Unterstützt wurde der Herner Führungsstab dabei durch einen Verbindungsbeamten des Polizeipräsidiums Bochum, der die behördenübergreifende Koordination an den Schnittstellen sicherstellte. Die Dozentinnen und Dozenten des IdF überwachten das Geschehen kontinuierlich per Kamerasystem und konfrontierten die Einsatzleitung mit unvorhergesehenen Lagemeldungen. Zum Abschluss des Trainings analysierten die Ausbilder jede getroffene Entscheidung im Detail und gaben den Teilnehmenden wertvolle Handlungsempfehlungen mit auf den Weg, bevor die Herner Einsatzkräfte die Rückreise antraten.

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