Die Feuerwehr Herne blickt auf einen überaus fordernden Christi Himmelfahrtstag zurück. Zahlreiche Brandeinsätze, technische Hilfeleistungen und medizinische Notfälle hielten Berufs- und Freiwillige Feuerwehr bis tief in die Nacht in Atem.

Der Feiertag am vergangenen Donnerstag gestaltete sich für die Rettungskräfte in Herne alles andere als erholsam. Bereits in den frühen Morgenstunden gegen 04:41 Uhr begann eine Serie von Einsätzen, die sich fast ohne Unterbrechung durch den gesamten Tag zog. Das Spektrum reichte dabei von klassischen Hilfeleistungen wie Tragehilfen und Wasserrohrbrüchen bis hin zu lebensbedrohlichen Brandeinsätzen. Besonders auffällig war die hohe Dichte an Parallelereignissen, die eine präzise Koordination durch die Leitstelle und eine enge Zusammenarbeit zwischen Berufsfeuerwehr und ehrenamtlichen Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr erforderte.

Rauchmelder rettet Leben in verrauchter Wohnung

Ein glückliches Ende nahm ein Einsatz am Vormittag gegen 09:10 Uhr, bei dem ein ausgelöster Heimrauchmelder Schlimmeres verhinderte. Aufmerksame Nachbarn hatten den Warnton gehört und umgehend den Notruf abgesetzt, woraufhin die Feuerwehr eine Person aus einer bereits stark verrauchten Wohnung retten konnte. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde der Betroffene zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Die Feuerwehr betont in diesem Zusammenhang erneut die enorme Wichtigkeit funktionierender Rauchmelder als Lebensretter. Weniger glücklich verlief hingegen eine Türöffnung am Mittag, bei der für eine hilflose Person trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen jede Hilfe zu spät kam.

Nächtlicher Brandeinsatz in leerstehendem Mehrfamilienhaus

Nachdem es im Bereich Brandschutz am Nachmittag kurzzeitig ruhiger wurde, während der Rettungsdienst weiterhin unter Hochlast arbeitete, flammte das Einsatzgeschehen in der Nacht erneut auf. Um 01:50 Uhr wurden die Löschzüge zu einem gemeldeten Brand in einem Mehrfamilienhaus nahe der Herner Innenstadt gerufen. Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass das Feuer in einem leerstehenden Gebäude ausgebrochen war. Die intensiven Löscharbeiten dauerten bis circa 03:30 Uhr an. Die Feuerwehr Herne hob hervor, dass viele dieser Einsätze nur durch die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr bewältigt werden konnten, die trotz des Feiertages zahlreich und ehrenamtlich ausrückte.