Die extreme Hitze am Samstagnachmittag führte zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte – für ein Kind kam jede Hilfe zu spät.
Die anhaltende Tropenhitze am vergangenen Wochenende hat in Herne zu einer unermesslichen Tragödie geführt. Am Samstagnachmittag wurde die Leitstelle der Feuerwehr um 15:18 Uhr über einen schweren Badeunfall am sogenannten Herner Meer informiert, einem beliebten Wasserareal am Rhein-Herne-Kanal. Aufgrund der dramatischen Meldung wurde umgehend ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert. Neben dem zuständigen Rüstzug der Feuerwache 1 rückten Unterstützungseinheiten der Feuerwache 2 mit einem Rettungsboot aus. Zusätzlich forderten die Koordinatoren eine spezialisierte Tauchereinheit der Feuerwehr Dortmund sowie einen Polizeihubschrauber an, um die Suche aus der Luft zu unterstützen.
Trotz sofortiger Reanimation verstirbt das Kind vor Ort
Vor Ort bestätigte sich für die eintreffenden Retter die schlimmste Befürchtung: Ein Kind wurde im Wasser vermisst. Die Einsatzkräfte leiteten unverzüglich intensive Suchmaßnahmen im Nahbereich ein. Nach bangen Minuten gelang es den Rettern schließlich, das Kind aus dem Wasser zu bergen. Trotz der sofort eingeleiteten, dramatischen Reanimationsmaßnahmen durch den Notarzt und die Rettungskräfte blieben alle medizinischen Bemühungen ohne Erfolg. Das Kind verstarb aufgrund der Schwere des Unfalls noch direkt an der Einsatzstelle.
Paralleleinsätze fordern die Rettungskräfte im Stadtgebiet
Der tragische Badeunfall war an diesem heißen Nachmittag jedoch nicht die einzige Herausforderung für die Herner Feuerwehr. Nahezu parallel liefen weitere Alarmierungen in der Leitstelle auf. Eine automatische Brandmeldeanlage schlug Alarm und meldete ein Feuer, woraufhin umgehend weitere Einheiten ausrücken mussten; hier konnten die Einsatzkräfte vor Ort jedoch glücklicherweise schnell Entwarnung geben. Fast zeitgleich galt es bei einem weiteren Notruf, einen massiven Wasseraustritt in einem Wohnhaus zu stoppen, um größeren Gebäudeschaden zu verhindern.
Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei NRW Bochum sowie der Dortmunder Taucher für rund vier Stunden im Dauereinsatz gebunden. Um den sogenannten Grundschutz für das restliche Stadtgebiet während dieser massiven Belastungsauslastung lückenlos sicherzustellen, wurden strategisch wichtige Positionen durch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.
