Das LWL-Museum in Herne lädt zu einem kostenlosen Vortrag über die Geschichte des Bestecks ein – vor Ort und im Livestream.
Das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne widmet sich in einem kommenden Vortrag der faszinierenden Evolution unserer alltäglichen Esswerkzeuge. Am Donnerstag, den 2. Juli, referiert Dr. Isabell Immel um 19 Uhr über den Wandel vom einfachen Holzlöffel zum prachtvollen Kunstkammerstück. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe des Fördervereins und an die aktuelle Sonderausstellung „Mahlzeit!“ angegliedert. Der Eintritt zu dem Abend ist für alle Besucher kostenfrei, zudem ist keine vorherige Anmeldung notwendig. Wer nicht persönlich vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Vortrag flexibel von zuhause aus über den YouTube-Kanal des Museums zu verfolgen.
Vom Alltagsgegenstand zum edlen Statussymbol
Die Referentin des Abends ist eine ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet. Dr. Isabell Immel arbeitet als stellvertretende Leiterin des Deutschen Klingenmuseums Solingen und betreut dort schwerpunktmäßig den Sammlungsbereich des Historischen Bestecks. In ihrem Vortrag beleuchtet die promovierte Kunsthistorikerin, wie vielgestaltig sich Handwerk, Esskultur und gesellschaftliche Lebenswelten in den Objekten widerspiegeln. Sie stellt unter anderem die Frage, was Messer, Gabel und Löffel eigentlich über die Menschen verraten, die sie einst nutzten. Die Kulturexpertin war zudem maßgeblich an der aktuellen Sonderausstellung beteiligt und entwickelte die Idee für den dortigen Virtual-Reality-Dinnertisch.
Die Sonderausstellung Mahlzeit in Herne erleben
Der Vortrag bettet sich ein in die große Sonderausstellung „Mahlzeit! Wie Essen uns verbindet“, die noch bis zum 13. September 2026 in Herne gastiert. Die Schau zeigt anhand von mehr als 300 Exponaten, dass gemeinsames Essen seit Jahrtausenden als sozialer Klebstoff funktioniert. Von opulenten Festtafeln bis hin zu modernen, schnellen Snacks im digitalen Zeitalter werden Fragen von Macht, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Wandel untersucht. Während der Vortrag selbst komplett gratis ist, können Interessierte die reguläre Ausstellung gegen den üblichen Museumseintritt besuchen. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre erhalten generell kostenfreien Eintritt in das barrierefreie Haus am Europaplatz.
