Tag des offenen Denkmals in Herne

Herne Bahnhof / ZOB

Blick hinter verschlossene Türen: Am 13. September öffnet Herne zum Tag des offenen Denkmals die Siedlung Teutoburgia und den historischen Bahnhof.

Die Stadt Herne beteiligt sich am Sonntag, 13. September 2026, am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Leitmotiv „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ und stellt die historische Vernetzung von Lebens- und Arbeitswelten in den Vordergrund. Im Stadtgebiet lädt die Untere Denkmalbehörde zu exklusiven Erkundungstouren durch zwei prägende historische Ensembles ein. Interessierte können dabei die Bergarbeitersiedlung Teutoburgia sowie das geschichtsträchtige Empfangsgebäude des Herner Bahnhofs aus neuen Blickwinkeln entdecken. Das Programm verknüpft lokale Bau- und Industriegeschichte mit seltenen Einblicken in sonst unzugängliche Bereiche.

Gartenstadt-Architektur und Bergbau in Teutoburgia

Die Siedlung Teutoburgia entstand zwischen 1909 und 1923 nach dem Vorbild der englischen Gartenstadt und gilt als Meilenstein des industriellen Wohnungsbaus im Ruhrgebiet. Nach einer umfassenden Sanierung im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscherpark besticht das Quartier bis heute durch seine gestalterische Qualität. Während der rund 45-minütigen Rundgänge erkunden die Gäste die unterschiedlichen Haustypen sowie das aktuell aufwendig restaurierte Fördergerüst der ehemaligen Zeche. Die Führungen durch die Siedlung starten jeweils um 10:00 Uhr, 11:30 Uhr sowie um 13:00 Uhr. Das Denkmal vermittelt eindrucksvoll, wie Wohnen und Arbeiten für Bergleute einst architektonisch harmonisch verknüpft wurden.

Auch der 1913/1914 im Reformstil errichtete Bahnhof Herne öffnet zum Aktionstag seine Pforten für Geschichtsbegeisterte. Als wichtige Infrastruktur-Drehscheibe besitzt Herne als einzige Stadt im Ruhrgebiet gleich zwei Reisezentren der Deutschen Bahn an getrennten Hauptstationen. Bei den etwa 30-minütigen Bahnhofsführungen erhalten Besucherinnen und Besucher Zutritt zum sonst verschlossenen alten Wartesaal und besichtigen ein historisches Bahngleis. Auch hier beginnen die drei Rundgänge zeitgleich um 10:00 Uhr, 11:30 Uhr und 13:00 Uhr. Fachleute der Denkmalbehörde erläutern vor Ort die baulichen Veränderungen und Modernisierungen der vergangenen Jahrzehnte.

Kostenlose Führungen mit Vorabanmeldung

Die Teilnahme an allen angebotenen Touren ist vollständig kostenlos. Da die Gruppengrößen für die denkmalgeschützten Innen- und Außenbereiche begrenzt sind, bittet die Stadtverwaltung Herne um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an die Denkmalbehörde. Das bundesweite Gesamtprogramm mit weiteren Stationen in ganz Deutschland lässt sich parallel über die offizielle Aktions-Website sowie per App abrufen. Herne bietet Bürgerinnen und Bürgern damit eine hervorragende Gelegenheit, prägende Zeugnisse der eigenen Identität unmittelbar zu erleben.

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