
Herne Miners / Herner EV
(c) Sebastian Sendlak
Nach sechs Monaten Sommerpause brennt am Herner Gysenberg wieder das Eis: Die Miners starten an diesem Wochenende in die Hauptrunde der Oberliga-Nord-Saison 2026/27. Auf die Grün-Weiß-Roten wartet direkt ein anspruchsvolles Auftaktprogramm gegen zwei erklärte Playoff-Favoriten.
Zum Auftakt empfängt der HEV am Freitag, 18. September 2026, um 20:00 Uhr die Tilburg Trappers in der Hannibal-Arena, ehe die Mannschaft am Sonntag, 20. September 2026, ab 19:00 Uhr am traditionsreichen Pferdeturm bei den Hannover Indians antritt.
Die sportlichen Vorzeichen für das Team stehen unter herausfordernden Vorzeichen, da das Lazarett der Herner zum Ligastart stark gefüllt ist. Neben den beiden Langzeitverletzten Adam Beukeboom und Vincent Grunewald müssen die Miners auch auf Christian Kretschmann, Marc Hofmann und Raik Rennert verzichten, die kurz- bis mittelfristig ausfallen. Zudem steht fest, dass Justus Meyl am Eröffnungswochenende wegen noch ausstehender medizinischer Untersuchungen pausieren muss. Um die Personalsituation zu entspannen, verpflichtete der Verein unter der Woche Leon Jessler und Tobias Schmitz. Ergänzend stoßen via Förderlizenz aus dem DEL2-Kader des Kooperationspartners Bad Nauheim jeweils ein Stürmer und ein Verteidiger zur Mannschaft. Im Angriff wird zudem Try-out-Spieler Davyd Makutsky vorspielen, der sich mit einem Einsatz am Wochenende für einen dauerhaften Vertrag empfehlen möchte.
Umformierte Tilburg Trappers gastieren am Gysenberg
Mit den Tilburg Trappers reist am Freitag ein Team an, das im Sommer einen spürbaren Schnitt verkraften musste. Die Niederländer verabschiedeten langjährige Säulen wie Alexei Loginov und Giovanni Vogelaar, während Ausnahmeakteur Ruud Leeuwesteijn seine aktive Laufbahn beendete. Neu im Aufgebot der Gäste stehen Verteidiger Jakob Stridsberg sowie Wesley de Bruin. Offensiv kann Tilburg weiterhin auf Korsettstangen wie Phil Marinaccio, Kobe Roth, Max Hermens und Reno de Hondt setzen und verstärkte sich mit Nardo Nagtzaam sowie Marco Cavalleri nochmals gezielt in der Breite.
Auswärtsspiel am Pferdeturm vor Kulisse in Hannover
Am Sonntag wartet mit der Reise zu den Hannover Indians der nächste Härtetest vor emotionaler Zuschauerkulisse, da die Partie zugleich das erste Heimspiel der Niedersachsen in dieser Saison markiert. Auch in Hannover wurde im Sommer kräftig am Kader geschraubt: Während die Defensive um Akteure wie Timo Herden, Phillip Messing, Tobias Möller und Ryker Killins im Kern zusammenblieb, präsentiert sich der Angriff runderneuert.
Mit Wyatt Schingoethe, Mathieu Pompei und Brandon Alderson verpflichteten die Hannoveraner drei frische Kontingentspieler, flankiert von Zugängen wie Tyler McNeely, Christoph Kabitzky und Alex Zawatzky. Unter der Regie von Neu-Trainer Michael Baindl streben die Indians ebenfalls einen Platz unter den besten vier Teams an. Für die ersatzgeschwächten Herner geht es an diesem Eröffnungswochenende vor allem darum, trotz personeller Ausfälle defensiv Stabilität zu beweisen und Zählbares einzufahren.
