
Herne Miners / Herner EV
(c) Sebastian Sendlak
Herner EV Miners zeigen couragierten Testspiel-Auftakt gegen die Düsseldorfer EG
Die Herner EV Miners haben ihren ersten Härtetest der neuen Saisonvorbereitung absolviert und sich gegen den favorisierten DEL-Klub Düsseldorfer EG über weite Strecken teuer verkauft. Vor dem Hintergrund intensiver erster Trainingseinheiten musste das Team zwar auf den längerfristig ausfallenden Adam Beukeboom sowie den kurzfristig fehlenden Gianluca Balla verzichten, bot den Rheinländern jedoch insbesondere in den ersten beiden Spieldritteln eine beachtliche Gegenwehr, ehe sich der Erstligist im Schlussabschnitt mit 6:1 durchsetzte.
Die Begegnung begann auf Augenhöhe, ehe die Düsseldorfer in der sechsten Minute eine Überzahlsituation eiskalt ausnutzten: Nach Vorarbeit von Brett Kemp traf Erik Bradford aus dem Slot zur Düsseldorfer 1:0-Führung. Die Miners zeigten sich keineswegs geschockt und belohnten sich in der 14. Minute für eine engagierte Druckphase. Nach starkem Körpereinsatz von Matteo Stöhr landete die Scheibe vor dem DEG-Gehäuse, wo Sofiene Bräuner Torhüter Jonas Langmann geschickt ausspielte und per Rückhand zum viel umjubelten 1:1-Ausgleich vollstreckte. Zwar stellte Corey Mackin nur drei Minuten später die erneute 2:1-Pausenführung für Düsseldorf her, doch die Herner Mannschaft hielt das Duell völlig offen.
Auch im Mittelabschnitt knüpften die Hausherren nahtlos an die couragierte Leistung an und erspielten sich hochkarätige Ausgleichschancen. Unter anderem scheiterten Tommy Munichiello und Bauer Neudecker nur hauchdünn am mittlerweile eingewechselten DEG-Schlussmann Niklas Lunemann. In der Defensive überzeugte der HEV mit viel Disziplin und einem starken Torhüter Dieter Geidl, der sich erst in der 38. Minute nach einem Abschluss von Fabian Herrmann zum 1:3 geschlagen geben musste.
Im letzten Spielabschnitt machte sich bei den Miners der Kräfteverschleiß der harten Vorbereitungswochen bemerkbar. Binnen vier Minuten nutzte die DEG defensive Unaufmerksamkeiten konsequent aus und schraubte das Ergebnis durch Treffer von Leon Niederberger, Ex-Herner Kevin Orendorz und Carter Turnbull gegen den eingewechselten Torhüter Sean Kuklok auf 6:1 in die Höhe. In den verbleibenden 13 Spielminuten fing sich die Herner Defensive wieder und kreierte eigene Nadelstiche in der Offensive, sodass es beim standesgemäßen, aber Mut machenden 1:6 blieb. Für die Miners geht die Vorbereitung nun in eine weitere intensive Trainingswoche, bevor der nächste Test gegen die Hannover Scorpions wartet.
