Ein starkes Zeichen für Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe im Revier. Die frisch formierten Arbeitsgruppen haben im Wanner Einkaufszentrum ihre wegweisende Arbeit aufgenommen.
Am Dienstag, 12. Mai 2026, tagten erstmals nach der Inklusionskonferenz im Circus Schnick-Schnack im Dezember 2025 die neuen Mitglieder der projektbezogenen Arbeitsgruppen zur Fortschreibung des Inklusionsplans der Stadt Herne. Beim Treffen im Wanner Einkaufszentrum (WEZ) waren neben Politik und Verwaltung auch Einrichtungen und Beratungsstellen der Behindertenhilfe, der Stadtsportbund sowie interessierte Bürger*innen mit und ohne Behinderungen vertreten. Gemeinsam bildeten die Akteure das Fundament für eine moderne, soziale Stadtgestaltung. Die Fortschreibung des Inklusionsplans wird voraussichtlich eineinhalb Jahre bis zur Veröffentlichung in Anspruch nehmen. Die Projektarbeitsgruppen sollen dafür alle sechs Wochen tagen.
Neue Handlungsfelder für Menschen mit Behinderungen im Ruhrgebiet
Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Inklusionsplan zukünftig alle fünf Jahre fortgeschrieben werden sollte. Damit möchte man schneller auf die Fortschritte in der Technik, die Änderungen in der Sozialgesetzgebung und auf die sich immer schneller ändernden Lebenswelten und –umstände für Menschen mit Behinderungen reagieren. Der letzte Inklusionsplan, den der Rat der Stadt Herne 2016 beschlossen hat, enthielt insgesamt sieben Handlungsfelder. Einhellige Meinung beim jüngsten Treffen war, dass mehrere Handlungsfelder, die Schnittstellen aufweisen, zusammengelegt werden können.
So sind drei neue Handlungsfelder entstanden: Das erste ist Arbeit und Beschäftigung/Kultur, Freizeit und Sport/Mobilität und Verkehr. Das zweite Wohnen und Nahversorgung/Alter, Pflege und Gesundheit/Mobilität und Verkehr. Und als drittes Feld ist Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung/Inklusive Verwaltung/Mobilität und Verkehr entstanden. Da der Bereich Mobilität und Verkehr mit allen Handlungsfeldern eine Schnittmenge hat, ist er bewusst dreimal aufgeführt.
Barrierefreies Wohnen und starke Seniorenberatung in Herne Wanne
Die Teilnehmenden legten zudem bei ihrer ersten Zusammenkunft Wünsche und Schwerpunkte fest, die künftig im Rahmen der Projektgruppenarbeit behandelt werden sollten. So soll es beim Thema Wohnen und Nahversorgung unter anderem um mehr bezahlbaren barrierefreien Wohnraum gehen und im Bereich Alter, Pflege und Gesundheit unter anderem um eine weitere Stärkung der Seniorenberatung. Zu verschiedenen Themenbereichen werden zukünftig noch fachkundige Expert*innen hinzugezogen. Das ehrenamtliche und professionelle Engagement sorgt für eine spürbare Dynamik im gesamten Prozess.
„Alle Teilnehmenden waren sehr engagiert und die Veranstaltung somit entsprechend produktiv. Sie hat gezeigt, wie wichtig eine inklusive Gesellschaft ist, die allen Menschen – mit oder ohne Beeinträchtigung – gleiche Chancen in allen Lebensbereichen ermöglicht. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit“, zog Gabriele Cypel vom Inklusionsbüro der Stadt Herne ein positives Fazit. Die Termine für die weiteren Treffen der Projektarbeitsgruppen werden rechtzeitig in den lokalen Medien und auf www.herne.de mitgeteilt. Das Inklusionsbüro freut sich zudem über Anregungen und Themenvorschläge für die Arbeitsgruppen aus der Bevölkerung.
