Das LWL-Museum in Herne lädt zu einer medienwissenschaftlichen Analyse über die Rolle von Mahlzeiten in der Filmwelt ein. Am 7. Mai beleuchtet Kai G. Bernhardt kostenfrei die tiefere Symbolik hinter kulinarischen Szenen.
Das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne widmet sich am Donnerstag, den 7. Mai 2026, einem ebenso alltäglichen wie faszinierenden Thema: dem Essen im Film. Ab 19:00 Uhr referiert der Medienwissenschaftler und Entertainer Kai G. Bernhardt unter dem Titel „Filmische Delikatessen“ über die Bedeutung von Speisen in bekannten Serien und Spielfilmen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Mahlzeit!“ statt, die sich mit der verbindenden Kraft der Ernährung befasst. Da der Eintritt für diesen Abendvortrag frei ist, bietet sich für kulturinteressierte Bürger eine niederschwellige Möglichkeit zur Weiterbildung. Für alle, die nicht persönlich erscheinen können, wird das Event zusätzlich als Live-Stream auf YouTube übertragen.
Zwischen Gewalt und Genuss: Die Analyse des Kai G. Bernhardt
In seinem Vortrag geht Bernhardt der Frage nach, was die Wahl einer Mahlzeit über die Psyche eines Charakters oder den Fortgang der Handlung verrät. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Werk von Kult-Regisseur Quentin Tarantino, in dessen Filmen Essen und drastische Gewalt oft unmittelbar nebeneinanderstehen. Bernhardt erkläre hierzu, dass die Inszenierung von Mahlzeiten weit über die bloße Nahrungsaufnahme hinausgehe und gezielte erzählerische Funktionen erfülle. Durch die Verknüpfung von medienwissenschaftlicher Analyse und kulturhistorischem Blick entstehen neue Perspektiven auf bekannte Leinwandmomente. Der Referent, der selbst als Filmschaffender und Museumsguide tätig ist, verspricht dabei eine ebenso informative wie unterhaltsame Aufbereitung des Stoffes.
Archäologie und Moderne im Dialog des Fördervereins
Der Abend ist Teil einer etablierten Vortragsreihe des Fördervereins des LWL-Museums, die regelmäßig wissenschaftliche Erkenntnisse und regionale Geschichte thematisiert. Die Reihe schlägt eine Brücke zwischen der klassischen Archäologie und modernen gesellschaftlichen Phänomenen wie der heutigen Mediennutzung. Neben dem Vortrag bleibt das Museum als Bildungsort für Familien attraktiv, da Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre generell keinen Eintritt zahlen. Wer den Vortrag zum Anlass für einen Rundgang nimmt, zahlt lediglich den regulären Museumseintritt für die Ausstellungsflächen. So wird die Geschichte Westfalens und die globale Kultur des Essens für ein breites Publikum erlebbar gemacht.
