Großer Transfercoup am Gysenberg: Der Herner EV verstärkt seine Offensive mit dem oberligaerfahrenen Stürmer Daniel Reichert vom Ligakonkurrenten aus Hamm.
Der Eishockey-Oberligist Herner EV (Miners) hat am Mittwoch, 10. Juni 2026, einen namhaften Neuzugang für die kommende Spielzeit verkündet. Stürmer Daniel Reichert wechselt mit sofortiger Wirkung von den Hammer Eisbären an den Herner Gysenberg und wird künftig mit der Rückennummer 96 auflaufen. Mit dem 29-jährigen gebürtigen Kasseler verpflichten die Miners einen gleichermaßen erfahrenen wie spielfreudigen Offensivakteur für das Profiteam. Reichert hat in seiner bisherigen Laufbahn eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er Angriffsreihen entscheidend prägen und torgefährliche Akzente setzen kann. Die Verantwortlichen des Vereins sowie die Fans blicken mit großen Erwartungen auf den Transfer innerhalb der Oberliga Nord. Der Neuzugang soll der Mannschaft im Kampf um die Playoff-Plätze die nötige Stabilität und Durchschlagskraft verleihen.
Eine beachtliche Eishockey-Vita im Junioren- und Profibereich
Seine solide sportliche Ausbildung genoss Daniel Reichert in seiner Heimatstadt bei den Kassel Huskies, wo er sämtliche Nachwuchsmannschaften bis zu seinem 16. Lebensjahr durchlief. Im Anschluss zog es das ambitionierte Talent in die U18-Mannschaft der Iserlohn Roosters, ehe er ein Jahr später zur traditionsreichen U19 der Düsseldorfer EG in die Deutsche Nachwuchsliga (DNL) wechselte. In seinem letzten Juniorenjahr im Rheinland explodierten seine statistischen Werte förmlich, als er herausragende 41 Scorerpunkte in lediglich 33 Partien erzielte. Durch diese starken Leistungen im Nachwuchsbereich geriet der Angreifer schnell in das Blickfeld diverser Oberliga-Scouts. Seine erste Station im Seniorenbereich fand er schließlich bei den Hannover Scorpions, von wo aus er ein Jahr später zu den Crocodiles Hamburg weiterzog.
Nach einem erfolgreichen zweiten Profijahr im Norden wagte der Kasseler den Sprung in den Süden der Bundesrepublik und schloss sich dem geschichtsträchtigen SC Riessersee an. Es folgten drei weitere, sportlich erfolgreiche Spielzeiten beim EC Peiting, bei denen sich Reichert als verlässlicher Scorer in der Oberliga Süd etablierte. Zur Saison 2022/23 zog es den Center zurück in vertraute Gefilde, wo er die vergangenen vier Spielzeiten im Trikot der Hammer Eisbären auflief. Insgesamt blickt der Routineur mittlerweile auf die Erfahrung aus 336 Oberligaspielen zurück, in denen er beachtliche 220 Punkte verbuchen konnte. Besonders in den jüngsten Playoffs zeigte er seine Qualitäten, als er mit vier Punkten in fünf Spielen maßgeblich dazu beitrug, dass Hamm den Tölzer Löwen Paroli bot.
HEV-Coach Soccio setzt auf Flexibilität im Sturm
Chefcoach Dirk Soccio zeigte sich hocherfreut über das erfolgreiche Zustandekommen des Transfers und lobte die spielerischen Attribute seines neuen Schützlings. Reichert sei flexibel einsetzbar, schnell und verfüge zudem über eine exzellente Übersicht für seine Mitspieler auf dem Eis, erklärte der Trainer in einem offiziellen Statement. Dem Coach sei es besonders wichtig, Akteure im Kader zu haben, die variabel agieren könnten, was der Neuzugang perfekt verkörpere. Obwohl Reichert den Großteil seiner bisherigen Profikarriere auf der Center-Position im Zentrum verbrachte, kann er je nach taktischer Ausrichtung auch problemlos auf dem Flügel eingesetzt werden.
„Mir ist es wichtig, Spieler im Kader zu haben, die variabel eingesetzt werden können und genau das bringt er mit.“ — HEV-Coach Dirk Soccio
Mit dieser Verpflichtung nimmt das Gesicht der Miners für die neue Spielzeit immer konkretere Formen an. Zum aktuellen Spielerkader im Sturm gehören neben Daniel Reichert bereits Nick Ford, Tommy Munichiello, Bauer Neudecker, Christian Kretschmann, Sofiene Bräuner, Dennis Palka, Marc Hofmann und Matteo Stöhr. In der Defensivabteilung stehen mit Justus Meyl, Raik Rennert, Vincent Grunewald, Christian Obu und Tjark Kölsch ebenfalls schon wichtige Stützen unter Vertrag. Die Vereinsführung blickt zuversichtlich auf die kommenden Wochen, in denen der Kader durch gezielte Transfers weiter punktuell verstärkt werden soll.
