Trainer verlässt den DSC Wanne Eickel nach einer erfolgreichen Saison im Sommer. Der Reiz der höheren Spielklasse gab den Ausschlag für den Wechsel.

Am Montag gab es letzte Gespräche, beim Training am Dienstagabend teilte er seine Entscheidung der Mannschaft mit: Alexander Schlüter, gemeinsam mit Davide Basile Trainer beim Fußball-Westfalenligisten DSC Wanne-Eickel, wird den Verein verlassen. Der 35-Jährige wechselt zur Saison 2026/27 zum Oberligisten SV Schermbeck. Zwei Spiele, gegen die DJK TuS Hordel und gegen Concordia Wiemelhausen, wird Schlüter mit Basile noch das kongeniale Trainerduo des DSC bilden. Danach wird er den Verein nach einer sportlich intensiven und erfolgreichen Zeit verlassen, um die neue Herausforderung in Angriff zu nehmen.

Fußball Westfalenliga bringt packende Duelle im Revier

Ich gehe schweren Herzens, aber der Reiz Oberliga überwiegt. Das ist extrem schade, weil wir hier in Wanne-Eickel sehr viel aufgebaut haben. Aber der Reiz Oberliga überwiegt, zudem kenne ich als ehemaliger Spieler und auch Jugendtrainer den Verein Schermbeck sehr gut. Mit diesen ehrlichen Worten beschreibt der scheidende Coach seine Gefühlswelt vor den beiden letzten Partien an der Seitenlinie. Zur Saison 2025/26 war der langjährige DSC-Spieler Schlüter von der SG Wattenscheid 09, wo er als Co-Trainer fungierte, nach Wanne-Eickel gekommen. Mit Davide Basile bildete er an der Seitenlinie ein gleichgestelltes Trainerduo, das die Mannschaft auf dem grünen Rasen bis zwei Spieltage vor dem Saisonfinale auf Platz drei in der Westfalenliga führte.

Lange spielte sie sogar um den Aufstieg in die Oberliga mit. Wir haben gemeinsam nicht nur neue Strukturen geschaffen, sondern auch eine richtig gute Mannschaft auf die Beine gestellt. Und viele Spieler bleiben, zudem wird die Mannschaft qualitativ noch besser. Alexander Schlüter blickt damit insgesamt sehr zufrieden auf seine Zeit in Wanne-Eickel zurück. Seine Entscheidung belastet in keiner Weise das sehr gute Verhältnis zum DSC-Fußballchef Torsten Biermann und zu Dustin Blum, dem Sportlichen Leiter der Schwarz-Gelben. Ich bin sehr dankbar, dass mir vom DSC keine Steine in den Weg gelegt wurden. Das betont Schlüter, der zum Jahreswechsel 2025/26 gemeinsam mit Basile seinen Vertrag in Wanne-Eickel eigentlich für eine weitere Saison verlängert hatte.

DSC Wanne Eickel plant die sportliche Zukunft im Sportpark

Dass die Chemie weiterhin stimmt und es in Wanne-Eickel keine verbrannte Erde gibt, bestätigt auch Torsten Biermann. Alex hat gemeinsam mit Davide die Mannschaft auf ein ganz hohes Level geführt. Unsere junge Mannschaft spielt eine Saison, die keiner von uns erwartet hatte. Daher bedanken wir uns ausdrücklich bei Alexander Schlüter für die geleistete Arbeit und wünschen ihm auf seinem Trainerweg alles Gute. Das erklärte der sichtlich stolze Fußballchef nach den abschließenden Gesprächen mit dem Trainer. Auch Schlüters Trainerkollege Davide Basile weint seinem Freund ein kleines Tränchen nach.

Das ist extrem schade. Wir haben hier gemeinsam beim DSC eine Menge aufgebaut und die Basis für eine gute Zukunft gelegt. Den Schritt von Alexander Schlüter kann er aber absolut nachvollziehen. Er kennt den Verein und das Umfeld. Zudem darf er jetzt eine Klasse höher sportlich die Verantwortung tragen. Und an unserem sehr guten Verhältnis wird sich dadurch eh nichts ändern. Das meint Basile im Rückblick auf das gemeinsame Jahr. Ob Basile in der neuen Saison alleine die Verantwortung in der Mondpalast-Arena tragen wird, oder ob er erneut einen Partner an die Seite bestellt bekommt, wird der DSC in den kommenden Tagen, spätestens bis zum Saisonfinale am 31. Mai, entscheiden.