
Projekterweiterung Circus Schnick Schnack
(c) Ruhrwerk
Jonglieren, Balancieren, gemeinsames Lachen und spielerisches Deutschlernen: Für rund 30 Kinder der Herner Grundschule am Jürgenshof hat sich der wöchentliche Besuch im Circus Schnick-Schnack zu einem festen Highlight im Schulalltag entwickelt.
Die erfolgreiche Initiative des Vereins Ruhrwerk e. V. geht nun in die nächste Runde: Aufgrund der durchweg positiven Resonanz hat die Förderinitiative beschlossen, das ursprünglich auf ein Jahr angelegte Projekt nicht nur zu verlängern, sondern inhaltlich weiter auszubauen.
Im Zentrum der wöchentlichen Einheiten in der Zirkusmanege stehen neben Akrobatik, Bewegungskunst und Teamspielen vor allem gezielte Sprachförderimpulse. Da viele der teilnehmenden Grundschülerinnen und Grundschüler Deutsch als Zweitsprache erlernen, verknüpfen die Zirkuspädagogen motorische Übungen direkt mit sprachlichen Begriffen: Bewegungsabläufe werden laut benannt, im Tun wiederholt und dadurch nachhaltig im Wortschatz verankert. Ruhrwerk-Vorsitzende Cordula Klinger-Bischof betont den Mehrwert dieses Ansatzes, da das gemeinsame Schaffen in der Manege das Selbstvertrauen der Kinder nachhaltig stärkt und Hemmschwellen beim Sprechen abbaut. Auch Cornelia Lengert Scholz, die sich sowohl bei Ruhrwerk als auch im Aufsichtsrat des Circus Schnick-Schnack engagiert, hebt die verbindende Kraft aus Bewegung, Kreativität und Gemeinschaft hervor.
In enger Abstimmung mit den Zirkusverantwortlichen Christian Stoll und Christopher Deutsch wird das Konzept für die Zukunft noch passgenauer auf den individuellen Sprachförderbedarf zugeschnitten. Wie viel Mut, Teamgeist und sprachlicher Ausdruck in den Nachwuchsartisten steckt, bewiesen die Teilnehmenden bereits bei ihrer umjubelten Abschlussgala vor den Sommerferien, bei der sie ihren Familien und Mitschülern stolz ihre neu erlernten Kunststücke präsentierten.
