Herner EV: Auswärtserfolg in Hamm und Heimniederlage

Herner EV

(c) Sebastian Sendlak

Der Herner EV blickt auf ein intensives Eishockey-Wochenende zurück. Nach einem 4:1-Erfolg in Hamm unterlagen die Miners den Icefighters Leipzig mit 3:4.

Die Miners des Herner EV haben an ihrem Doppelspieltag ein wechselhaftes Wochenende erlebt. Am Freitagabend überzeugte die Mannschaft in der gegnerischen Spengel Eissportarena mit konsequenter Defensivarbeit und bezwang die Hammer Eisbären mit 4:1. Torhüter Dieter Geidl bildete dabei einen verlässlichen Rückhalt und schraubte seine persönliche Fangquote weiter in die Höhe. Zwei Tage später empfingen die Grün-Weiß-Roten die Icefighters Leipzig vor heimischer Kulisse in der Hannibal-Arena. Gegen die feldüberlegenen Sachsen bewiesen die Gastgeber zwar große Moral, verloren die temporeiche Auseinandersetzung am Ende jedoch knapp mit 3:4.

Eiskalte Chancenauswertung beim Derbysieg in Hamm

In Hamm erwischten die Herner einen Traumstart nach Maß. Bereits nach 23 Sekunden bediente Nick Ford im Angriffsdrittel Christian Kretschmann, der den Puck unbedrängt zum 1:0 einschob. Trotz einer bis dahin mageren Überzahlquote von lediglich fünf Prozent nutzten die Gäste kurz vor der ersten Pause ihr erstes Powerplay: Dennis Palka drehte sich in der 20. Spielminute schnell um die eigene Achse und traf zum 2:0-Pausenstand. Obwohl die Hausherren im zweiten Durchgang mehr Druck erzeugten, war es Ford, der eine Unordnung in der Eisbären-Abwehr in der 24. Minute per Rückhand zum 3:0 vollendete. Nach dem Anschlusstreffer durch Luc Laylin setzte Ex-Eisbär Daniel Reichert an seinem Geburtstag in der 33. Minute den Schlusspunkt zum 4:1, ehe die Defensive um Geidl den Vorsprung im Schlussdrittel souverän verwaltete.

Am Sonntagabend verlangten die Icefighters Leipzig dem Herner Team alles ab. Die Gäste bestimmten über weite Strecken das Geschehen und dominierten das Schussverhältnis mit 40:16 Abschlüssen deutlich. Nachdem Daniel Visner die Sachsen im Auftaktdrittel in Führung gebracht hatte, glich Verteidiger Tjark Kölsch in der 28. Spielminute für Herne aus. Nur 87 Sekunden später schlug Leipzig jedoch zurück, als die Scheibe zur erneuten Gästeführung einschlug. Die Miners investierten viel Kraft, um im Spiel zu bleiben, und hielten die Partie durch Treffer von Sofiene Bräuner im Powerplay sowie Matteo Stöhr bis in die Schlussphase offen.

Leipzig kontert Herner Moral in der Schlussphase

Auf jeden Herner Ausgleich fanden die Icefighters an diesem Abend fast postwendend die passende Antwort. Nach dem zwischenzeitlichen 2:2-Gleichstand benötigte Leipzig lediglich eine knappe halbe Minute, um die eigene Führung durch Visners Treffer wiederherzustellen. Auch nach dem erneuten Herner Ausgleich zum 3:3 durch Stöhr in der 50. Minute behielten die Gäste die Spielkontrolle. Selbst eine taktische Auszeit von Headcoach Lenny Soccio konnte den entscheidenden Rückschlag in der Schlussphase nicht mehr verhindern. Reid Stefanson erzielte in der 56. Spielminute im Nachschuss das 4:3 für Leipzig, das die knappe Führung über die verbleibende Spielzeit brachte und alle Punkte aus der Hannibal-Arena entführte.

Trotz der Niederlage bewiesen die Miners gegen den Tabellennachbarn großen Kampfgeist und kämpften bis zur Schlusssirene aufopferungsvoll um jeden Zentimeter Eis. Während in Hamm die offensive Effizienz und kompakte Verteidigung den Ausschlag gaben, erwies sich Leipzig im Sonntagsspiel als die reifere und konsequentere Mannschaft. Mit den drei eroberten Punkten aus dem Auswärtsspiel hält der HEV dennoch Anschluss an das Mittelfeld. Das Trainerteam um Lenny Soccio richtet den Fokus nun auf die kommenden Aufgaben in der Oberliga Nord. Die Mannschaft will dabei an die geschlossene Defensivleistung aus dem ersten Wochenendspiel anknüpfen.

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