
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz besucht Einsatzkräfte in Herne
(c) Arne Pöhnert, i. A. der Stadt Herne
Hohe kirchliche Wertschätzung für den Dienst am Nächsten: Im Rahmen seines Dialog- und Begegnungsformates „Amtssitzwechsel“ hat der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz die Stadt Herne besucht. Ziel seiner einwöchigen Reise in den westlichen Teil des Erzbistums ist der unmittelbare Austausch mit Persönlichkeiten, die tagtäglich Verantwortung für das Gemeinwohl und den Zusammenhalt übernehmen.
Am Mittwoch, 23. September 2026, widmete sich der Erzbischof ganz den Retterinnen und Rettern vor Ort. Auf dem Besuchsprogramm stand neben einer Besichtigung der aktuell im Bau befindlichen neuen Hauptfeuer- und Rettungswache ein Treffen mit Haupt- und Ehrenamtlichen von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen, zu dem Erzbischof Bentz als Zeichen des Dankes eingeladen hatte, ging es um die praktischen und psychischen Herausforderungen des Einsatzdienstes, aktuelle Belastungen und den unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag der Organisationen.
Rückendeckung für Rettungskräfte und Dank für selbstlosen Einsatz
„Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen. Gerade bei Feuerwehr, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen wird ganz konkret, was Zusammenhalt bedeutet: Menschen sind füreinander da und können sich aufeinander verlassen“, unterstrich Erzbischof Dr. Bentz. Eine Gesellschaft lebe von Dingen, die sich nicht mit Geld aufwiegen lassen – von Zeit, Hingabe und gelebter Solidarität: „Jede selbstlose Tat im Verborgenen verbessert diese Welt mehr als irgendeine lautstarke Parole.“
Ein zentraler Diskussionspunkt war die reibungslose Verzahnung von haupt- und ehrenamtlichen Kräften – eine Fragestellung, die sich laut Erzbischof Bentz auch in den Strukturen der Katholischen Kirche stellt. Um dieses Miteinander auf Dauer tragfähig zu halten, brauche es gegenseitige Wertschätzung und verlässliche Rahmenbedingungen, damit Menschen im Dienst am Mitmenschen Sinn und Wirksamkeit erfahren können.
Oberbürgermeister Dudda betont Signal gegen Gewalt an Helfern
Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda begrüßte das Paderborner Kirchenoberhaupt und begleitete den Rundgang. Dudda wertete das Treffen als starkes, ermutigendes Bekenntnis zum Schutz der Einsatzkräfte vor Ort: „Der damit zum Ausdruck gebrachte Respekt gegenüber ihrer oft schwierigen und belastenden Tätigkeit ist ein wichtiges Signal und eine Ermutigung gerade in einer Zeit, in der Rettungskräfte selbst vermehrt Ziel von Übergriffen werden. In Herne treten wir derlei Vorkommnissen entschieden entgegen und freuen uns, dass auch der Erzbischof unseren Einsatzkräften mit seinem Besuch den Rücken stärkt.“
