NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen und Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda diskutierten auf dem Hof Große-Lahr mit lokalen Landwirten.

Auf dem Herner Hof Große-Lahr sind knapp zwei Dutzend Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Bauernschaft zu einem hochrangigen Kommunalgipfel zusammengekommen. Gemeinsam mit NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen erörterte Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda die drängendsten Fragen der regionalen Agrarwirtschaft. Im Zentrum des Gesprächs standen der spürbare Wettbewerbsdruck, bürokratische Hürden sowie die spürbaren Folgen des Klimawandels. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, um gegenseitiges Verständnis für die spezifischen Bedingungen in einem dicht besiedelten Ballungsraum wie Herne zu entwickeln. Zudem wurden Fragen zur Unternehmensnachfolge und zur Stärkung der regionalen Erzeugung intensiv besprochen.

Flächenschutz und Herausforderungen durch den Klimawandel

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda hob die enorme Bedeutung der verbliebenen Agrarflächen für das städtische Ökosystem hervor. In einer kompakten Stadt mit hoher Bevölkerungsdichte leisteten die Landwirte neben der Lebensmittelproduktion wichtige Beiträge zur Landschaftspflege und zur Naherholung. Gleichzeitig wies das Stadtoberhaupt auf die wirtschaftlichen Belastungen hin: „Hohe Kosten etwa für Energie lassen die Wettbewerbsfähigkeit leiden, zumal ausländische Wettbewerber meist geringere Lohnkosten oder auch weniger Umweltauflagen haben“. Zudem verdeutlichten jüngste Ernteausfälle bei Erdbeeren und Spargel die akuten Risiken durch Extremwetterlagen.

Ein zentrales Thema der Runde waren daher künftige Förderkulissen von EU, Bund und Land, um Betriebe zukunftsfest aufzustellen. Dudda kündigte an, die Landwirte auch auf der Ebene des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und der Emschergenossenschaft weiter aktiv zu unterstützen.

Ministerin sichert Einsatz für Bürokratieabbau zu

Ministerin Silke Gorißen betonte die Schlüsselrolle der stadtnahen Landwirtschaft für die lokale Ernährungssicherheit und das Verbrauchervertrauen. „Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen, dazu gehört auch der Klimawandel mit seinen Folgen für Erträge aus unseren Feldern“, erklärte die Ministerin während des Besuchs. Aus diesem Grund setze sich die Landesregierung auf nationaler und europäischer Ebene konsequent für den Abbau unnötiger Bürokratie ein.

Zusätzlich strebe das Ministerium beschleunigte Zulassungsverfahren für notwendige Pflanzenschutzmittel an, um die Ernten nachhaltig zu sichern. Gorißen nahm zahlreiche Anregungen und konkrete Projektideen aus dem Gespräch mit nach Düsseldorf, um die Rahmenbedingungen für die Höfe im Ruhrgebiet weiter zu verbessern.