Ein Vortrag im LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne widmet sich der Ernährung im Römischen Reich. Ein Experte erläutert, was vor über 2.000 Jahren auf den Tisch kam.

Das LWL-Museum für Archäologie und Kultur lädt am Donnerstag, 19. März, zu einem kostenlosen Vortrag ein. Unter dem Titel „Wenn Trimalchio zu Tisch bittet – Esskultur bei den Römern“ spricht der Archäologe Josef Mühlenbrock über Ernährung und Tafelkultur im antiken Rom. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Sie ist Teil des Rahmenprogramms der aktuellen Sonderausstellung „Mahlzeit!“. Interessierte können den Vortrag vor Ort verfolgen oder online im Livestream.

Der Referent ist Leiter des LWL-Römermuseum. In seinem Vortrag erklärt er, welche Lebensmittel im römischen Alltag verbreitet waren und wie Mahlzeiten gestaltet wurden.

Archäologische Funde zeigen laut Mühlenbrock, dass Legionäre nicht ausschließlich einfachen Getreidebrei aus Weizenmehl zu sich nahmen. Besonders bei Offizieren seien auch aufwendigere Speisen und importierte Waren verbreitet gewesen.

Als Beispiele nennt der Archäologe Funde aus dem Römerlager Römerlager Aliso sowie aus den antiken Städten Pompeji und Herculaneum.

Literarischer Blick auf ein römisches Gastmahl

Begleitet wird der Vortrag von Marianne Gorissen, die in römischer Gewandung aus dem Werk Satyricon des Autors Petronius liest.

Die Passage schildert das sogenannte Gastmahl des reichen Freigelassenen Trimalchio. Die Szene beschreibt ein aufwendig inszeniertes Fest, das Einblicke in Luxus, gesellschaftliche Rituale und Essgewohnheiten der römischen Oberschicht gibt.

Der Vortrag gehört zur Vortragsreihe des Fördervereins des Museums. Sie begleitet regelmäßig Sonderausstellungen und greift Themen aus Archäologie und Regionalgeschichte auf.

Neben der Teilnahme im Museum besteht auch die Möglichkeit, die Veranstaltung live über den YouTube-Kanal des Landschaftsverband Westfalen-Lippe zu verfolgen. Der Mitschnitt soll anschließend dauerhaft online abrufbar bleiben.