Die Stadtentwässerung Herne saniert ab kommender Woche Kanäle in der Straße Am Sengenhoff sowie der Schultenstraße mit dem modernen Schlauchliner-Verfahren.

Im Herner Stadtgebiet stehen ab der kommenden Woche umfangreiche Tiefbauarbeiten zur Instandhaltung des Abwassernetzes an. Die Stadtentwässerung Herne (SEH) nimmt zeitgleich Sanierungsmaßnahmen in zwei verschiedenen Wohnstraßen in Angriff. Betroffen von den Arbeiten sind Abschnitte der Straße Am Sengenhoff sowie die gesamte Länge der Schultenstraße. Ziel der Maßnahmen ist es, die unterirdische Infrastruktur der Stadt langfristig funktionstüchtig und dicht zu halten. Anwohnende müssen sich während der Bauphasen auf temporäre Einschränkungen im Straßenraum und beim Parken einstellen.

Bauarbeiten Am Sengenhoff und in der Schultenstraße

Die erste Baumaßnahme startet Anfang nächster Woche in der Straße Am Sengenhoff im Bereich der Hausnummern 9 bis 15. Für diesen Straßenabschnitt kalkuliert die Stadtentwässerung mit einer reinen Bauzeit von voraussichtlich drei Wochen. Gegen Ende derselben Woche rücken die Bautrupps zusätzlich in die Schultenstraße aus, wo sich das Vorhaben über den gesamten Straßenverlauf erstreckt. Nach dem Einzug der neuen Rohre schließt sich dort noch die Instandsetzung der Schächte an, sodass sich die Gesamtbauzeit auf rund acht Wochen beläuft.

Beide Projekte tragen dazu bei, größere Schäden im Kanalsystem frühzeitig abzuwenden und teure Komplettaufbrüche der Straßenoberfläche zu vermeiden. Durch die zeitliche Staffelung der Baustellen sollen die Beeinträchtigungen für den Durchgangsverkehr in den betroffenen Quartieren möglichst gering bleiben. Die Stadtentwässerung koordiniert die einzelnen Bauphasen eng mit den ausführenden Fachfirmen, um die veranschlagten Zeitpläne verlässlich einzuhalten.

Schlauchliner-Verfahren bringt Parkeinschränkungen mit sich

Bei der Sanierung setzt der städtische Betrieb auf das grabenlose Schlauchliner-Verfahren, das ohne das Aufbaggern ganzer Straßenzüge auskommt. Dabei ziehen die Fachleute einen flexiblen, harzgetränkten Kunststoffschlauch in den beschädigten Kanalstrang ein und härten diesen anschließend mittels Heizaggregaten vor Ort vollständig aus. Da dieser thermische Aushärtungsprozess ununterbrochen laufen muss, können die Arbeiten an den jeweiligen Einsatztagen bis in die späten Abendstunden andauern.

Durch den Einsatz der schweren Sanierungsfahrzeuge und Aggregate kommt es in den betroffenen Abschnitten zeitweise zu spürbaren Halteverbotszonen und Parkplatzengpässen. Die Stadtentwässerung Herne bittet alle Anliegerinnen und Anlieger sowie Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die unvermeidlichen Beeinträchtigungen während der Bauzeit. Nach Abschluss der Arbeiten stehen die runderneuerten Kanäle den Herner Haushalten wieder für viele Jahrzehnte zuverlässig zur Verfügung.