Der Umbau des Revue Palasts am Gysenberg liegt im Zeitplan. Marvin Boettcher investiert 750.000 € in Technik. Die Eröffnungsshow am 12. März ist bereits ausverkauft.
In der ehemaligen Squashhalle am Gysenberg, direkt neben der Eishalle, wird der Revue Palace neu untergebracht. Theaterdirektor Marvin Boettcher investiert rund 750.000 € in moderne Veranstaltungstechnik. Insgesamt arbeiten 15 Gewerke daran, aus der Sportstätte einen zeitgemäßen Showpalast zu machen. Am 12. März wird mit der Premiere „Rise like A Phoenix“ eröffnet – die Show ist bereits ausverkauft. In vier Wochen soll das Haus vollständig fertiggestellt sein.

Baustelle im Rekordtempo

„Es ist eine echte Baustellen-Pressekonferenz“, sagt Marvin Boettcher zu Beginn des Rundgangs und entschuldigt sich für Staub und Halbdunkel. Man sei „nicht direkt im Verzug“, aber die kommenden Wochen würden intensiv. Seit Dezember wird gebaut, zunächst zwei Wochen, dann hat es eine Weihnachtspause gegeben. „Seit der ersten Januarwoche arbeiten wir durchgehend von morgens bis abends – und wir haben wahnsinnig viel geschafft.“
Die neue Bühne wird eindrucksvoll. „Sie war immer in den Zeichnungen, aber sie jetzt zu sehen – meine Herren, was für ein Riesenteil“, sagt Boettcher. Ihre Dimension ermöglicht künftig deutlich aufwendigere Inszenierungen. Eine der größten Herausforderungen sei der Einbau massiver Stahlträger gewesen, um schwere Licht- und Tontechnik unter das bestehende Dach zu integrieren. „Das waren Momente, die ich nicht vergessen werde“, sagt er.

Technik, Strom und große Bühne

Rund 750.000 € investiert Boettcher in die neue Veranstaltungstechnik. Die Lüftungsanlage sei fertiggestellt, Rauchklappen seien installiert, ein neuer Hausstromanschluss werde gelegt. „Schön, wenn Vorhänge hängen – aber ohne Strom sitzen wir bei der Premiere mit der Kerze da“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt, wie entscheidend eine stabile Infrastruktur ist.
In den kommenden Wochen folgen Trockenbau, Bodenarbeiten und der Einbau der Bestuhlung. „Die letzten zehn Prozent gehen am schnellsten, haben aber den größten Effekt“, erklärt Boettcher. Sobald Vorhänge, Bodenbelag und Sitzreihen installiert seien, werde der Raum endgültig wie ein Theater wirken. Ziel sei es, „nicht im Provisorium, sondern im fertigen Showpalast“ zu eröffnen.

„Rise like a Phoenix“ als Auftakt

Die Eröffnungsshow trägt den Titel „Rise like A Phoenix“ und thematisiert Aufbruch, Mut und Neubeginn. Boettcher hat dafür unter anderem Carlos Sampio gewinnen können, der dem Programm die Handschrift klassischer Revue verleihen solle. Neben vertrauten Künstlern stehen neue, junge Talente auf der Bühne. „Es ist der richtige Schritt in die Zukunft“, sagt Boettcher.
Bereits ein Wochenende nach der Premiere kehrt zudem die Illusionsshow „Magic Magic“ zurück. Durch die größere Bühne und einen neuen Mittelvorhang eröffnen sich zusätzliche Effekte. „Die Show wird opulenter und verblüffender“, so Boettcher. Fans des benachbarten Eishockeyvereins lädt er zu einem kostenfreien Besuch ein – als Zeichen für eine enge Nachbarschaft am Gysenberg.

Neuer Standort mit Perspektive für den RevuePalast

Die Entscheidung für den Gysenberg sei bewusst gefallen. „Der Kern war immer unser Produkt – unsere Shows“, betont Boettcher. In der Halle auf einer Ebene ist die Logistik viel einfacher als am alten Standort mit vielen Treppen. Zudem sei das Gelände bereits stark frequentiert und biete Entwicklungspotenzial.
Mit Blick auf die Premiere überwiege trotz Anspannung die Vorfreude. „Ich freue mich riesig. Wenn wir wieder sagen können: Herzlich willkommen im Revue Palast – das wird ein besonderer Moment“, sagt Boettcher. Sein Versprechen, innerhalb eines Jahres ein neues Zuhause zu finden, halte er damit nahezu ein.