Nach 30 Jahren bei der Feuerwehr Herne hat Hauptbrandmeister Udo Reuter seinen letzten aktiven Einsatzdienst absolviert. Am frühen Morgen wurde er von seiner Wachabteilung in Holthausen abgeholt. Mit Blaulicht und Löschzug ging es zur Feuerwache 1. Dort verabschiedeten ihn Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Wachabteilungen. Reuter blickt auf eine vielseitige berufliche Laufbahn zurück.

Zum Start seiner letzten Schicht ließ es sich die Wachabteilung nicht nehmen, Udo Reuter persönlich abzuholen. Auf der Feuerwache 1 warteten neben der aktuellen Wachabteilung auch frühere Weggefährten. Nach kurzen Ansprachen übernahm Reuter ein letztes Mal seinen Dienst als Maschinist des ersten Hilfeleistungslöschfahrzeugs.

Werdegang bei der Feuerwehr Herne

Udo Reuter begann seinen beruflichen Weg mit einer Ausbildung zum Dreher, heute Zerspanungsmechaniker. Nach dem Grundwehrdienst arbeitete er fast zwölf Jahre in diesem Beruf. Am 1. Oktober 1995 startete er gemeinsam mit zwölf weiteren Anwärtern seine Ausbildung bei der Feuerwehr Herne.

Seine ersten Dienstjahre verbrachte Reuter auf der Feuerwache 2 in Wanne-Eickel. Nach der Qualifikation zum Atemschutzgerätewart wechselte er zur Feuerwache 1. Dort war er viele Jahre im Einsatzdienst der Wachabteilung 2 tätig und arbeitete zusätzlich in der Atemschutzwerkstatt. 1998 wurde er als Rettungsassistent anerkannt.

Verantwortung in Technik und Mannschaft

Seit 2015 war Reuter im Rang eines Hauptbrandmeisters auch in der Abteilung „Fahrzeug- und Gerätetechnik“ eingesetzt. Dort trug er Verantwortung für die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Geräten. Über viele Jahre fungierte er zudem als Vertrauensmann seiner Wachabteilung und galt als Ansprechpartner bei dienstlichen und persönlichen Anliegen.

Rückblickend hebt Reuter vor allem den Zusammenhalt hervor. Die Kameradschaft über Altersgrenzen hinweg habe den Beruf für ihn besonders gemacht. Auch den Austausch zwischen erfahrenen Kräften und Nachwuchs sieht er als wichtigen Bestandteil des Feuerwehralltags. Einzelne Einsätze stellt er nicht in den Vordergrund. Entscheidend seien die unterschiedlichen Herausforderungen gewesen, die jeder Einsatz mit sich brachte.

Blick auf den Ruhestand

Im Ruhestand möchte Reuter reisen, mehr Zeit mit seinem Hund verbringen und Fahrrad fahren. Der Alltag soll freier werden, ohne Dienstplan im Hintergrund. Seinem Beruf bleibt er emotional verbunden. Er betont, dass er sich jederzeit wieder für die Feuerwehr entscheiden würde.