Die Stadt arbeitet weiter daran, ihre Wasserlagen stärker in die Stadtentwicklung einzubeziehen. Der Rat hat den Masterplan Wasserlagen beschlossen, der nun als Grundlage für weitere Schritte dient. Im Mittelpunkt steht das sogenannte Herner Meer rund um den Yachthafen, das sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt hat.
Für das Gebiet liegt inzwischen eine städtebauliche Konzeptstudie des Berliner Büros Machleidt GmbH vor. Sie formuliert ein Leitbild, das neue Grün- und Uferbereiche, aufgewertete Aufenthaltsflächen sowie zusätzliche Freizeit-, Kultur- und Gewerbenutzungen vorsieht. Das Leitbild setzt zudem auf bessere Wegebeziehungen und eine langfristige Entwicklungsstrategie für das gesamte Umfeld.
Daraus wurde eine Vorzugsvariante abgeleitet, mit der die Stadt nun in die Konkretisierung geht. Dazu gehören Grundstücksfragen, Gespräche mit möglichen Investoren und die Suche nach Fördermitteln. Geplant ist ein Vorgehen in zwei Phasen. Zunächst soll eine Ost-West-Promenade entstehen, ergänzt durch kleinteilige gewerbliche Angebote südlich des Hafenbeckens. In einem zweiten Schritt könnte – nach einer möglichen Verlagerung des Kanu- und Skiclubs – ein zentraler Quartiersplatz entstehen. Vorgesehen sind außerdem ein Multifunktionsgebäude, eine Nord-Süd-Promenade und weitere Bausteine am Westufer.
Die Verwaltung hat nach eigenen Angaben frühzeitig Beteiligte in den Prozess eingebunden. Dazu zählen Grundstückseigentümer sowie Wassersport- und Kleingartenvereine. Anfang November wurden sie über den aktuellen Stand informiert.
Mit dem Masterplan verbindet die Stadt die Erwartung, das Gebiet rund um das Herner Meer stärker sichtbar zu machen und neue Impulse für Freizeit, Kultur und Gewerbe zu setzen.
