Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe zieht für das Jahr 2025 eine überwiegend positive Bilanz. Trotz Sanierungen und eingeschränkter Flächen blieb das Interesse an den Museen hoch. In Herne zeigte sich dies am LWL-Museum für Archäologie und Kultur. Interaktive Angebote sorgten für stabile Besucherzahlen. Digitale Formate erreichten zusätzlich neue Zielgruppen.

Stabile Nachfrage in Herne

Rund 47.000 Menschen besuchten 2025 das LWL-Museum für Archäologie und Kultur in Herne. Damit lag die Zahl unter dem Vorjahreswert, blieb aber im langfristigen Vergleich auf solidem Niveau. Die Sonderausstellung „Mahlzeit!“ erwies sich insbesondere zu Jahresbeginn als Publikumsmagnet und erreichte in den ersten drei Monaten etwa 15.000 Besucherinnen und Besucher.

Das Museum setzte 2025 verstärkt auf Mitmachangebote und niedrigschwellige Vermittlungsformate. Interaktive Stationen und Aktionen richteten sich vor allem an Familien und Schulklassen. Ergänzend wurde die Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule Herne sowie der Stadt Herne ausgebaut. Im Ferienprogramm „Kunst geht durch den Magen“ entstanden Werke, die später Teil der Ausstellung wurden.

Digitale Vermittlung ausgezeichnet

Überregionale Aufmerksamkeit erhielt das Museum durch seine Social-Media-Arbeit. Der TikTok-Kanal „Five Guides“ wurde 2025 mit dem DigAMus-Award in der Kategorie „Beste zeitgemäße Vermittlung“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung unterstreicht den Stellenwert digitaler Formate für die Kulturvermittlung in Herne.

Auch etablierte Großveranstaltungen trugen zur Sichtbarkeit des Museums bei. Angebote zur Extraschicht, zur Langen Nacht der Museen sowie ein Cosplaytag fanden vor allem online große Resonanz. Ergänzt wurde das Programm durch eine Wanderausstellung zur Geschichte von Frauen in der Archäologie, die das Dauerausstellungskonzept zeitweise erweiterte.

Im Vergleich zu anderen LWL-Standorten blieb Herne ein verlässlicher Bestandteil des Kulturangebots in Westfalen-Lippe. Während einzelne Häuser deutliche Schwankungen verzeichneten, setzte das Museum in Herne auf kontinuierliche Bildungsarbeit. Der Schwerpunkt auf Beteiligung und Vermittlung prägte das Kulturjahr 2025.