In Herne beginnen ab Montag, 11. Mai, gleich zwei größere Bauprojekte. Neben einer Kanalsanierung in der Straße „Friedrich der Große“ starten auch die Arbeiten für den Fernwärmeanschluss des historischen Bismarckquartiers. Verkehrsteilnehmende und Anwohnende müssen daher in den kommenden Wochen mit Einschränkungen rechnen.

Defekter Abwasserkanal wird saniert

Die Stadtentwässerung Herne (SEH) erneuert in der Straße „Friedrich der Große“ zwischen den Hausnummern 32 und 38a einen beschädigten Abwasserkanal. Die Arbeiten sollen voraussichtlich rund drei Wochen dauern.

Zum Einsatz kommt dabei ein sogenannter Schlauchliner. Dieser wird in den bestehenden Kanal eingezogen und anschließend mit Heizaggregaten ausgehärtet. Nach Angaben der SEH kann dieser Vorgang bis in die späten Abendstunden andauern. Im Anschluss werden die betroffenen Schächte instandgesetzt.

Während der Bauphase kann es zu Verkehrs- und Parkeinschränkungen kommen. Die SEH bittet Anwohnende um Verständnis.

Fernwärme für das historische Bismarckquartier

Parallel dazu beginnen die Stadtwerke Herne mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes im Bismarckquartier. Gemeinsam mit dem Herner Wohnungsverein eG und VIVAWEST werden dort künftig 41 Häuser mit insgesamt 258 Wohnungen an die Fernwärme angeschlossen.

Das denkmalgeschützte Quartier zwischen Westring und Bahnhofstraße stammt aus den 1920er Jahren und steht seit 1989 unter Denkmalschutz. Die neue Wärmeversorgung soll moderne energetische Standards erfüllen, ohne das historische Erscheinungsbild der Gebäude zu verändern.

Bahnhofstraße mehrere Wochen gesperrt

Für die neue Fernwärmetrasse sind Arbeiten unter anderem an der Funkenbergstraße, Baumstraße, Eschstraße, Bahnhofstraße, Steinmetzstraße und Goebenstraße notwendig.

Deshalb wird die Bahnhofstraße zwischen der Manteuffelstraße und der Steinmetzstraße bis voraussichtlich Ende Juli vollständig gesperrt. Umleitungen werden ausgeschildert.

Nach Angaben der Stadtwerke Herne haben sich bereits zahlreiche Eigentümerinnen und Eigentümer entlang der Trasse für einen Anschluss an das Fernwärmenetz entschieden. Weitere Interessierte können sich weiterhin bei den Stadtwerken melden.