Tolle Aktion für den Naturschutz im Revier. Die Nachwuchskräfte der Feuerwehr zimmern Behausungen für heimische Vögel und verbinden das Projekt mit einer Übung.

In den letzten Wochen konnte die Jugendfeuerwehr Herne ein schönes Naturschutzprojekt erfolgreich abschließen. Im Rahmen des Projektes „Flügelschutz in Aktion“, welches von der Jugendfeuerwehr NRW, der NRW-Stiftung und der Stiftung Haus Hall organisiert wurde, erhielt die Jugendfeuerwehr Herne hochwertige Bausätze für Vogelnistkästen. Ziel dieses Projektes ist es, den Jugendlichen die heimischen Vogelarten näher zu bringen und aktiv etwas zum Artenschutz beizutragen. Die Weihnachtsfeier der Nachwuchsbrandschützer verlief aus diesem Grund in diesem Jahr auch völlig anders als sonst. Statt Spiele zu spielen oder gemeinsam einen gemütlichen Filmabend zu verbringen, wurde in der Wache fleißig geschraubt und gewerkelt.

Feuerwehr Herne schützt heimische Vögel im Stadtgebiet

Nistkästen für Meisen, Stare und andere Vögel sollten an dem besagten Abend entstehen. Alle Anwesenden waren mit großer Konzentration und Eifer dabei, sodass am Ende des Abends die fertigen Häuschen bereitstanden. In einer weiteren Stunde informierte Alexander Köhler, Mitglied im NABU Herne und Betreiber von Revierobst, über die Vogelarten, die in die neuen Behausungen einziehen sollten. Alex suchte zudem geeignete Bäume aus, an denen die Nistkästen aufgehangen werden konnten. Nachdem das Wetter sich zunächst nicht von der schönsten Seite zeigte, war es dann im März endlich so weit.

Die neuen Nistkästen konnten bei trockenem Wetter endlich im Stadtgebiet aufgehangen werden. Da die zunächst angedachte Obstbaumwiese nach starken Regenfällen nicht begehbar war, stellte kurzerhand der benachbarte Kleingärten-Verein „Am Ostbach e.V.“ seine Bäume zur Verfügung. Die Schrebergärtner freuten sich sehr über die schönen neuen Brutkästen und lobten das Engagement der Jugendlichen. Selbstverständlich kam auch bei diesem Projekt das Thema Feuerwehr zu keiner Zeit zu kurz.

Jugendfeuerwehr Herne trainiert den Einsatz mit Steckleitern

Um die Nisthilfen sicher aufhängen zu können, benötigt man bekanntermaßen eine stabile Leiter. So wurde die Gelegenheit von den Betreuern genutzt, das richtige Aufstellen und Zurücknehmen der tragbaren Leitern intensiv zu üben. In dem Fall wurden dazu zwei Teile der vierteiligen Steckleiter verwendet. Auch das sichere Begehen einer Leiter muss von den jungen Rettern im Detail geübt werden. Am Ende des Tages war die nützliche Aktion im Ruhrgebiet für alle Beteiligten ein voller Erfolg.