Die Miners aus Herne haben im Heimspiel gegen die Icefighters Leipzig einen späten Comeback-Sieg gefeiert. Nach einem zwischenzeitlichen 2:4-Rückstand setzte sich der HEV am Ende mit 6:4 durch und drehte die Partie in den Schlussminuten vor 1.014 Zuschauern in der Hannibal-Arena.
Herne begann druckvoll und belohnte sich früh. In der 3. Minute leitete Valentin Pfeifer den ersten Treffer ein, Lenny Schmitz verwertete den Pass aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung. Kurz darauf lag der Puck erneut im Leipziger Tor, nach Videobeweis wurde der Treffer jedoch aberkannt. Leipzig fand anschließend besser ins Spiel und glich durch einen Schuss von Daniel Schwamberger aus der Distanz aus, bei dem HEV-Torhüter Rodion Schumacher die Sicht versperrt war. Im ersten Drittel nutzten die Gäste zudem ein Powerplay zur 2:1-Führung, als Jan-Luca Schumacher einen Abpraller verwertete.
Im zweiten Abschnitt bestimmten die Icefighters weite Teile des Spiels. Erneut in Überzahl erhöhte Tim Detig auf 3:1. Herne blieb jedoch im Spiel und kam durch Tommy Munichiello zum Anschluss, der einen Schuss von Nifosi zum 2:3 abfälschte. Mit diesem Ergebnis ging es in die zweite Pause.
Als Leipzig in der 51. Minute durch Detig erneut traf und auf 4:2 stellte, schien die Partie vorentschieden. Die Miners zeigten jedoch Moral. Nick Ford nutzte einen Fehlpass in der Leipziger Defensive und verkürzte fünf Minuten vor dem Ende auf 3:4. In der Schlussminute glich Herne aus, als ein Schuss von Kapitän Justus Meyl von Sofiene Bräuner entscheidend abgefälscht wurde. Nur Sekunden später drehte der HEV das Spiel komplett: Nach einer schnellen Kombination traf erneut Ford zum 5:4. Leipzig setzte alles auf eine Karte und nahm den Torhüter vom Eis, doch wiederum Ford machte mit dem Treffer ins leere Tor den Hattrick perfekt und sorgte für den 6:4-Endstand.
Mit dem späten Torfestival sicherte sich Herne drei Punkte und belohnte sich für eine kämpferische Schlussphase. Leipzig musste sich trotz zwischenzeitlicher Kontrolle geschlagen geben.
