Rund um die Eishockeybegegnung in der Hannibal Eisarena in Herne ist es am Sonntag zu Ausschreitungen gekommen. Bereits vor Spielbeginn musste die Polizei eingreifen. Auch während der Partie kam es zu Störungen im Zuschauerbereich. Der Einsatz starker Polizeikräfte verhinderte eine Eskalation. Sportlich verlor der Herner EV das Spiel deutlich.

Nach Angaben der Polizei kam es bereits gegen 18.30 Uhr, noch vor dem ersten Bully, zu einer angespannten Lage im Umfeld der Hannibal Eisarena. Ordnungsdienst und Polizei unterbanden eine drohende Konfrontation zwischen rund 50 Personen. Unter den Anwesenden befanden sich nach ersten Erkenntnissen auch gewaltbereite Zuschauer. Darunter sollen sich Personen aus der Fußballszene des Ruhrgebiets befunden haben.

Erneute Ausschreitungen im letzten Drittel

Während des letzten Drittels kam es im Zuschauerraum erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Situation wurde als dynamisch beschrieben. Nur durch den Einsatz starker Polizeikräfte konnten die Störungen beendet werden. Um die Lage zu stabilisieren, zog die Polizei frühzeitig Unterstützung aus benachbarten Kreispolizeibehörden hinzu, unter anderem aus Essen, Gelsenkirchen, Dortmund und Recklinghausen.

Die Polizei hat Ermittlungen zu den Vorfällen aufgenommen. Dabei geht es um die Identifizierung der beteiligten Personen sowie um mögliche strafrechtliche Konsequenzen. Weitere Details zu Verletzten oder Festnahmen wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

Sportlicher Ausgang überschattet

Auch sportlich verlief der Abend aus Sicht des Herner EV Miners enttäuschend. Die Mannschaft unterlag den Hannover Scorpions mit 3:6. Bereits in den vergangenen Jahren war es bei einzelnen Spielen wiederholt zu Zwischenfällen gekommen. Dabei gerieten vor allem kleinere Gruppen von Zuschauern in den Fokus, die laut Polizei Bezüge zur Fußballszene haben sollen.