
2.500 Quadratmeter Ölfilm
(c) Feuerwehr Herne
Ein massiver Ölfilm auf dem Rhein-Herne-Kanal hat am Dienstagmorgen, 22. September 2026, zu einem mehrstündigen Großeinsatz der Feuerwehr geführt: Gegen 8:30 Uhr schlug die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung Alarm und meldete der Leitstelle der Feuerwehr Herne eine sichtbare Verunreinigung auf der Wasseroberfläche.
Die unmittelbar alarmierten Einheiten der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr bestätigten die Lage kurz nach dem Eintreffen: Auf der Westseite der Schleuse Wanne-Eickel – unmittelbar in Höhe des Cranger Kirmesplatzes – trieb ein dünner Öl- bzw. Treibstofffilm auf dem Wasser, der sich bereits über eine Fläche von rund 2.500 Quadratmetern ausgebreitet hatte.
200 Meter Ölsperren ausgelegt – Schiffsverkehr vorübergehend gestoppt
Um ein weiteres Abdriften der umweltschädlichen Stoffe zu verhindern, brachten die Einsatzkräfte insgesamt 200 Meter Spezialölsperren auf dem Wasser aus. Diese Barrieren stoppen den Film nicht nur mechanisch, sondern sind speziell darauf ausgelegt, Öle und flüssige Kraftstoffe aktiv zu binden und zu absorbieren. Auf diese Weise gelang es der Feuerwehr, den Großteil des Schadstoffs zügig von der Wasseroberfläche aufzunehmen.
Für die Dauer der aufwendigen Eindämmungsmaßnahmen musste der Schiffsverkehr auf dem Rhein-Herne-Kanal im betroffenen Abschnitt komplett eingestellt werden. Nach etwa dreieinhalb Stunden intensiver Arbeit konnten die 17 beteiligten Einsatzkräfte der Herner Feuerwehr abrücken und die Bundeswasserstraße wieder für den Frachtverkehr freigeben.
Die verlegten Ölsperren verbleiben vorerst im Wasser, um eventuelle Restmengen verlässlich aufzusaugen, bis sie fachgerecht durch ein Spezialunternehmen entsorgt werden. Neben den Rettungskräften war der Fachbereich Umwelt der Stadt Herne mit drei Fachkräften vor Ort, um mögliche ökologische Folgen zu begutachten. Die Wasserschutzpolizei hat ein Ermittlungsverfahren zur Ursache der Havarie und zur Feststellung des Verursachers aufgenommen.
