Eine Weihnachtsaktion mit gemeinschaftlichem Singen hat in Herne eine Spende von 2.000 Euro eingebracht. Das Geld geht an den Verein Ruhrwerk, der Förderprojekte für Kinder mit Unterstützungsbedarf organisiert.
Im Herner Süden hat die Ergotherapeutin Stephanie Meier eine Spende in Höhe von 2.000 Euro an den Verein Ruhrwerk übergeben. Das Geld stammt aus einem weihnachtlichen Rudelsingen auf dem Praxisgelände an der Vödestraße. Bei der Übergabe trafen sich Meier und ihre Schwester, die Physiotherapeutin Anja Böcker, mit der Vereinsvorsitzenden Cordula Klinger-Bischof und Finanzvorständin Cornelia Bruch. Die Spende soll Förderprojekte für Kinder mit Unterstützungsbedarf in Herne und Wanne-Eickel unterstützen. Hinter der Aktion steht auch persönliches Engagement aus dem beruflichen Alltag der Spenderin.
Anlass für das Rudelsingen war das zehnjährige Bestehen der Praxis von Stephanie Meier. Gemeinsam mit ihrer Schwester hatte sie im Advent zu der Veranstaltung eingeladen. Besucherinnen und Besucher kamen auf das Praxisgelände im Herner Süden, um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen.
Der Erlös des Abends wurde vollständig an Ruhrwerk weitergegeben. „Wir haben tolle, aktive Patienten, die unsere sozialen Projekte sehr engagiert unterstützen“, erklärte Meier bei der Spendenübergabe.
Berufliche Erfahrung als Motivation
Als Ergotherapeutin arbeitet Meier regelmäßig mit Menschen, die unter neurologischen Einschränkungen leiden. Aus ihrer Sicht spielt frühe Förderung eine entscheidende Rolle für die Entwicklung von Kindern.
„Wer früh Unterstützung bekommt, hat bessere Chancen, seinen eigenen Weg zu gehen“, sagte sie. Deshalb habe sie sich entschieden, die Einnahmen der Weihnachtsaktion für Projekte des Vereins zu spenden, die Kinder im schulischen Alltag unterstützen.
Das soziale Engagement hat auch familiäre Hintergründe. Meiers Eltern, die Masseure Christa und Herbert Meier, führten über viele Jahrzehnte eine Praxis im Herner CityCenter. Viele ehemalige Patienten der Eltern gehören heute zum Patientenstamm der Tochter.
Die Verbundenheit mit der Stadt spiele dabei eine wichtige Rolle. „Wer in einer Stadt wie Herne lebt und arbeitet, kann auch dazu beitragen, sie aktiv mitzugestalten“, sagte Meier.
Unterstützung für mehr als 350 Kinder
Der Verein Ruhrwerk unterstützt nach eigenen Angaben derzeit mehr als 350 Kinder in Herne und Wanne-Eickel. Zu den Projekten gehören Förderangebote im schulischen Umfeld, darunter Programme wie „Lernen neu denken“ oder therapeutische Angebote wie Reittherapie.
Vereinsvorsitzende Cordula Klinger-Bischof betonte bei der Übergabe die Bedeutung solcher Spenden: Förderprojekte seien auf finanzielle Unterstützung angewiesen und würden in enger Abstimmung mit Lehrkräften organisiert. Ziel sei es, Kindern mit Handicaps zusätzliche Hilfen zu bieten und ihre Chancen im Schulalltag zu verbessern.
