Nach dem Auswärtssieg in Tilburg gehen die Herner Eishockeyspieler stark dezimiert in die ersten Partien des neuen Jahres. Verletzungen und Erkrankungen prägen die Personallage.
Der HEV Miners hat das Jahr 2025 mit einem Sieg in Tilburg beendet. Sportlich war der Erfolg wichtig. Personell verschärfte sich die Lage weiter. Zum Jahresstart 2026 drohen den Hernern erhebliche Engpässe, vor allem in der Defensive.
Sieg in Tilburg trotz Ausfällen
Der Erfolg nach Penaltyschießen in Tilburg kam durch eine geschlossene Mannschaftsleistung zustande. Torhüter Lukas Schulte zeigte eine starke Leistung. Bereits in dieser Partie musste der HEV jedoch mehrere Ausfälle verkraften. Mit Unterstützung von Förderlizenzspielern aus Düsseldorf konnte Herne gerade noch drei Verteidigerreihen stellen.
Verletztenliste bleibt lang
Raik Rennert und Julian Herbold fehlten bereits krankheitsbedingt und werden auch in den kommenden Spielen voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen. Vincent Grunewald fällt mit einer Oberkörperverletzung aus, weitere Untersuchungen stehen noch aus. Ein Einsatz in den nächsten drei Spielen gilt als ausgeschlossen.
Mike Mieszkowski musste das Auswärtsspiel in Leipzig verletzt abbrechen. Auch hier sind weitere Untersuchungen notwendig, die Ausfallzeit wird auf mindestens ein bis zwei Wochen geschätzt. Marius Demmler laboriert ebenfalls an einer Oberkörperverletzung und wird wohl noch zwei bis drei Wochen fehlen.
Weitere Fragezeichen im Kader
Hinter Fabian Nifosi und Dennis Palka steht krankheitsbedingt ein Fragezeichen. Ein Einsatz entscheidet sich kurzfristig. Marc Hofmann konnte die Partie in Tilburg nach einem Zusammenprall mit der Bande nicht beenden, auch bei ihm gilt ein Einsatz als unwahrscheinlich.
Sofiene Bräuner steht zwar wieder auf dem Eis, benötigt jedoch voraussichtlich noch rund zwei Wochen bis zur Rückkehr in den Spielbetrieb. Positiv ist die Entwicklung bei Kapitän Justus Meyl, der nach seiner Oberkörperverletzung zeitnah sein Comeback geben könnte.
Förderlizenzspieler nur kurzfristig verfügbar
Die Förderlizenzspieler aus Düsseldorf unterstützen die Miners noch am Freitag. Ab Sonntag kehren sie jedoch zur U20 der DEG zurück und stehen dem HEV nicht mehr zur Verfügung. Trainer Dirk Schmitz blickt daher mit Sorge auf die kommenden Tage: „Wenn wir Pech haben, spielen wir am Sonntag mit drei eigenen Verteidigern.“
Ausblick auf die kommenden Spiele
Am Freitag, 2. Januar, empfangen die Miners die Füchse Duisburg in der Hannibal-Arena. In den bisherigen drei Duellen der Saison setzte sich jeweils das Heimteam durch. Besondere Aufmerksamkeit gilt Duisburgs Topscorer Sandis Zolmanis. Spielbeginn ist um 20 Uhr.
Am Sonntag, 4. Januar, folgt das Auswärtsspiel bei den Hammer Eisbären. Das letzte Aufeinandertreffen gewann Hamm nach Verlängerung. Bully ist um 18.30 Uhr.
Den Abschluss der Serie bildet das Heimspiel gegen die Hannover Indians am Dienstag, 6. Januar. In der Hannibal-Arena konnten die Miners Hannover bereits bis ins Penaltyschießen zwingen. Spielbeginn ist um 20 Uhr.
