Der Herner EV hat in der Oberliga eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Vier Tage nach dem Sieg gegen die Hannover Indians verlor Herne gegen die Rostock Piranhas mit 1:5. Das Ergebnis fiel auch in dieser Höhe verdient aus. Die Partie bewegte sich insgesamt auf niedrigem spielerischem Niveau. Bei den Gastgebern war eine spürbare Verunsicherung erkennbar.

Fehler prägen das Spiel

Herne agierte von Beginn an unkonzentriert. Vor allem im Passspiel und bei Toraktionen fehlte die nötige Präzision. Zwei Gegentreffer waren direkte Folgen von Fehlpässen und schlechtem Umschaltverhalten. Rostock nutzte diese Situationen konsequent aus, ohne selbst zu überzeugen.

Auch im weiteren Verlauf gelang es dem Herner EV nicht, Struktur ins Spiel zu bringen. Viele Angriffe endeten frühzeitig, während die Defensive wiederholt ungeordnet wirkte. Die Piranhas mussten dafür keinen hohen Aufwand betreiben.

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Rostock trotz schwieriger Voraussetzungen stabil

Dabei reiste Rostock unter schwierigen Bedingungen an. Ein Wetterchaos in Norddeutschland erschwerte die Anfahrt, zudem trat der Tabellenletzte ersatzgeschwächt an. Auf dem Eis war davon jedoch wenig zu sehen. Die Gäste präsentierten sich einfacher, aber klarer in ihren Aktionen.

Das Spielniveau blieb insgesamt niedrig. Rostock war nicht dominant, Herne jedoch deutlich fehleranfälliger. Der Unterschied machte sich im Ergebnis deutlich bemerkbar.

Verunsicherung beim Herner EV

Die Niederlage fällt in eine unruhige Phase für den Verein. Einen Tag zuvor hatte sich der Herner EV vom sportlichen Leiter getrennt. Ob diese Entscheidung Einfluss auf die Leistung hatte, bleibt offen. Auf dem Eis war jedoch eine gewisse Ratlosigkeit spürbar, was auch HEV-Cheftrainer Dirk Schmitz auf der anschließenden Pressekonferenz kritisierte.

Nach dem deutlichen Rückschlag gegen Rostock steht der Herner EV vor schwierigen Wochen. Für den Rest der Hauptrunde dürfte es nun vor allem um Schadensbegrenzung gehen.