Im historischen Ratssaal von Herne wurde Alfred Miske mit dem begehrten Schaustellerpreis Bester auf Crange ausgezeichnet. Die emotionale Verleihung feiert jahrzehntelanges Engagement und die tiefe Verbundenheit der Familie mit dem traditionsreichen Rummel.
Im feierlichen Rahmen des Rathauses kamen zahlreiche Persönlichkeiten des Volksfestes zusammen, um herausragende Leistungen und echte Handwerkskunst zu würdigen. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda betonte in seiner Ansprache die emotionale Bedeutung des Treffens und erklärte: „Wertschätzung drückt sich manchmal auch dadurch aus, dass man das Wohnzimmer öffnet, dass man Luft reinlässt und sagt: Entspannt euch mal eine gute halbe Stunde.“ Dabei standen nicht nur die logistischen Herausforderungen des Mega-Events im Fokus, sondern vor allem die menschlichen Geschichten hinter den Kulissen. Die Auszeichnung gilt als wichtigster Gradmesser für Tradition und Qualität auf dem traditionsreichen Jahrmarkt. Das Event zeigte einmal mehr, wie eng Politik, Stadtverwaltung und die Schaustellerfamilien in Herne zusammenstehen.
Tradition und Qualität auf Crange im Fokus
Mit dem diesjährigen Schaustellerpreis wurde Metzgermeister Alfred Miske geehrt, dessen Familie den Betrieb bereits seit 1937 und er selbst seit 1960 unermüdlich führt. Bekannt für den legendären Prager Schinken an der Haupt- und Dorstnerstraße steht der Stand seit Jahrzehnten für höchste Produktqualität und echtes Handwerk auf dem Platz. Inzwischen leitet seine Tochter Daniela das operative Geschäft, womit die nächste Generation erfolgreich das Ruder übernimmt. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda gratulierte herzlich und hob hervor: „Mit diesem Amortenzweister auf Krangen wird ein Heer einer Anerkennung für all das, was wir in all den Jahren ermeistert haben.“ Der Preisträger nahm die Auszeichnung entgegen und sagte: „Danke für die Auszeichnung. Ich widme diesen Preis meiner verstorbenen Frau.“
Der festliche Nachmittag bot zudem Raum für wichtige Stimmen aus den Schaustellerverbänden und der lokalen Politik, die den Blick auf die Zukunft des Rummels richteten. Albert Ritter, Präsident der Europäischen Schausteller-Union, hob die gesellschaftliche Bedeutung des Volksfestes hervor und erinnerte an die offizielle Anerkennung als immaterielles UNESCO-Kulturgut. Diese historische Aufwertung zeige, wie tief das Schaustellertum in der Gesellschaft verwurzelt sei und wie wichtig der Zusammenhalt in schwierigen Zeiten bleibe. In seiner Ansprache betonte Albert Ritter dazu: „Das macht uns stolz und ist für uns als Verbände, als Schausteller und Schausteller Ansporn, auch in Zukunft, hier den Menschen Spaß und Freude zu verbreiten.“
Schaustellerverband betont Bedeutung der Tradition
Auch Patrick Arens, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute, gratulierte der Familie Miske herzlich zu diesem Meilenstein im Rathaussaal. In seiner Rede erinnerte er an die langen Jahre der Zusammenarbeit und die besonderen Momente auf dem Festplatz. Neben dem kulinarischen Genuss steht vor allem das Miteinander im Mittelpunkt, das den Charakter der Veranstaltung seit Generationen prägt. Arens blickte dankbar auf die gemeinsame Zeit zurück und betonte: „Wenn wir so lange, lange Jahre auf der Hauptstraße gemeinsam verbracht haben, dann war euer Geschäft immer so ein Ort, an dem man heruntergekommen ist.“ Die Vorfreude auf den bevorstehenden Start der Cranger Kirmes ist im gesamten Team nach diesen emotionalen Worten nun vollends spürbar.
Den feierlichen Schlusspunkt setzte erneut Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda mit einem Ausblick auf die kommenden Tage für alle Beteiligten. Ab dem nächsten Tag um 13 Uhr öffnen sich die Tore für Millionen Besucher, die das galaktische Kirmesvergnügen erleben wollen. Die Stadt Herne und ihre Schausteller haben einmal mehr bewiesen, dass Tradition, Herzblut und gegenseitiger Respekt das Fundament für ein friedliches und fröhliches Volksfest bilden.










